Beten oder shoppen?

Essen und shoppen in der Kirche? Eine Erscheinung des neuen Zeitgeistes. Die Umnutzung von Kirchen ist im Trend. Vielerorts werden Sakralbauten modern umgebaut und umgenutzt. Dies, weil die Zahl der Kirchenbesucher stark zurück geht und das Angebot keinen Anklang mehr findet. Anstatt die Kirchen abzureissen, werden sie verkauft und umgebaut. Es entstehen Hotels, Bars, Restaurants und vieles mehr.

Ein gutes Beispiel gibt es in Maastrich, dort wurde 2006 die älteste gotische Kirche in der Niederlanden zu einer Bibliothek umgewandelt. Die Bibliothek kann dank des hohen Kirchenschiffs, an dem sich ein riesen Büchergestell befindet, über 20000 Bücher lagern.buchhandlung kirche
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Ein weiteres Beispiel befindet sich in New York. Dort wurde in den 80er Jahren eine ehemalige Episkopalkirche zu einem Club umgebaut. 2010 wurde sie dann nochmals zu einer Shopping Mall umgenutzt. Die Umnutzung von Kirchen ist also nichts Neues.17limelight_CA0-articleLarge
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In der Kirche in der Arthur Guinness, Gründer der Guinness-Brauerei einst geheiratet hat, wird jetzt Guinness getrunken. Die Kirche wurde 2005 eine Bar und ein Restaurant. Sie erhielt kurz nach der Eröffnung den Preis «the Best Old Biulding».
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Auch bei uns in der Umgebung wird über die Nutzung der Kirchen diskutiert. 2013 wurde in Olten über eine Umnutzung der Stadtkirche debatiert. Der Vorschlag war, diese in ein Hallenbad umzuwandeln. Es klingt grotesk, jedoch ist die Kirche in zentraler Lage und die Zahl der Glaubensgemeinschaft ist rückgängig.
Warum nicht auch diese umnutzen? Die Frage wird wohl noch vielerorts und viele Male diskutiert werden.
was-tun-mit-sakralen-bauwerken-das-forum-stadtgespraeche-nimmt-sich-dieser-frage-an--zvg
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Quellen:
1 http://www.huelsmann-thieme.de/index.php/2014_Kruisherenhotel_Maastricht.html?parent=Exkursionen&bild=tl_files/Galerie/Buero/Exkursionen/2014%20Kruisherenhotel%20Maastricht/018n.JPG&counter=4

2, Beitragsbild http://www.rewards-insiders.marriott.com/thread/5676

http://www.travelbook.de/europa/Frueher-Altar-heute-Bar-In-diesen-Restaurants-wurde-einst-gebetet-618821.html

http://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/olten/eucharistie-oder-hallenbad-sakrale-gebaeude-vor-der-umnutzung-127087680

 

Leda Fluri

Schülerin an der GBM Olten und gelernte Schneiderin.

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5 Gedanken zu „Beten oder shoppen?“

  1. Die Umnutzung von Kirchen halte ich für eine sehr gute Idee. Ich bin absolut kein Freund der Kirchen, doch die alten Bauten gefallen mir optisch sehr gut und es wäre Schade, wenn man sie einfach abreissen würde.

  2. Ich bin ganz deiner Meinung. Die Gebäude sind wunderschön und es wäre sehr schade diese nicht zu nutzen.

  3. Hallohallo liebe Leda
    Ich bin auch begeistert von der Idee, die Kirchen nicht nur im konventionellen Sinne zu nutzen. Ich finde es auch sehr spannenden, da es unglaublich schöne Gebäude sind und daher der Kreativität keine Grenze gesetzt sind. Ich bin aber der Meinung, dass man trotzdem den Respekt vor dem Gotteshaus nicht verlieren gehen sollte. Denn ich habe auch schon davon gehört, dass Kirchen als Boxkampf Location dienen soll. Dennoch finde ich es super, durch die verschiedenen Nutzungen, den Kirchen wieder mehr Leben einzuhauchen.

    1. Liebe Karin
      Ich finde auch, dass man den Repekt vor der Kirche nicht verlieren sollte. Ich habe ebenso von absurde Umnutzungen gelesen, welche ich nicht angemessen finde.
      Am Besten finde ich es, wenn die Kirche in ein öffentliches Gebäude umgenutzt wird. So bleibt es ein Ort wo man sich begegnen und treffen kann.

  4. Da stimm ich dir voll und ganz zu. Die Kirche sollte ein Begegnungsplatz bleiben. Die Öffentliche Nutzungen ist da eine optimale Lösung

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