Brocki, App oder Ausmisten: Welchen Beitrag Leistest du für die Umwelt?

In der Schweiz werden täglich etwa 30’000 Pakete von Zalando versendet, wovon 60% wieder zurückgeschickt werden. Der masslose Konsum von Kleidung (u.a durch Onlineshopping) stellt eine Gefahr für die Umwelt dar.

Das Problem mit Onlineshopping

Das grundlegende Problem ist das CO₂ und die Abfallprodukte, die durch die Produktion und den Vertrieb der Kleidung entstehen. Verantwortlich ist der Überkonsum von Modeartikeln in unserer Gesellschaft.

Was können wir tun?

Modisch, einzigartig und trotzdem umweltfreundlich? Das geht!
Wir haben einige Tipps zusammengefasst, mit denen jeder von uns seinen Beitrag zum nachhaltigeren Shoppen leisten kann.

Brockis

Die Brocki ist ideal für jeden, der offen für neues ist und gerne individuell gekleidet ist.

Die Individualität und die Selbstinszenierung ist ein zentraler Punkt der Modeindustrie. Viele Modemarken werben damit, wie einzigartig und besonders man sich in den neuen Kleidungsstücken fühlen würde. Doch einzigartige Mode muss nicht online bestellt oder im Kaufhaus gekauft werden. Eine nachhaltige Alternative können Brockis sein. Die Second-Hand Läden werden mehr und mehr zum Trend bei Jugendlichen. Zum einen schonen die Shops die Umwelt und zum anderen spart man möglicherweise sogar Geld.

Grossbetriebe tragen Mitverantwortung

Weiterführend könnten sich mehr Firmen am Vorbild von «Amazon Deutschland» orientieren. Bei Amazon kann man zwar gratis bestellen, aber nur mit Aufschlag zurücksenden. Der Kunde, der die gesamte Bestellung behält, wird in diesem Beispiel sogar mit einem kleinen Gutschein für den nächsten Einkauf belohnt.

«Keine Schneeflocke in der Lawine fühlt sich verantwortlich.»

Stanislaw Jerzy Lec

Mehrwegtransportbehältnisse wären eine weitere Option, um zumindest den Ressourcenverbrauch für die Verpackungen zu reduzieren.

Der Kunde selbst könnte sich auch auf eine grössere Bestellung beschränken, anstatt mehrere kleine Pakete zu bestellen. Solche kleinen Änderungen im Alltag können mit der Zeit einen grossen Einfluss haben.

Apps als nachhaltigere Alternative

Mittlerweile gibt es viele Apps, mit deren Hilfe du auf umweltfreundliche Weise dein neustes Outfit zusammenstellen kannst.

Als Alternative zu Thrift-Shops dienen auch Apps wie «Depopp» oder «Vintage», auf denen man einen Account einrichten und Second-Hand-Kleidung kaufen und verkaufen kann. Natürlich ist auch hier wieder ein Versandpaket nötig, dieses kann aber beim persönlichen Verkauf auch mehrfach benutzt werden. Wenn sich der Käufer in der Nähe befindet, ist auch das selbstständige Abholen des Produkts eine Alternative. Und wer noch einen Schritt weiter gehen will, benutzt dafür im Idealfall sein Fahrrad.

Kaltes Wasser für die Umwelt

Bei nierigen Temperaturen zu waschen schont das Material deiner Kleider und zudem die Umwelt.

Die Einstellung der Leute muss sich im Grunde als erstes ändern. Zu häufig kommt es vor, dass für einen einzigen besonderen Anlass ein Kleidungsstück oder gar ein ganzes Outfit bestellt, und dann selten ein zweites Mal getragen wird. Die mangelnde Qualität der Kleider lässt die Farbe schnell verblassen und die Fasern nehmen schneller Schaden an. Das Leben der Kleidungsstücke kann verlängert werden, indem man beim Kauf der Kleidung auf Qualität und Ethik achtet. Wenn man die Waschmaschine kälter einstellt wird zudem Energie gespart.

Weniger ist mehr

Ein übersichtlicher Kleiderschrank kann verhindern, aus Impuls zu shoppen.

Der Kauf von ethnisch vertretbarer und qualitativ hochwertiger Kleidung ist ein guter erster Schritt. Man kann auch seine gesamte Garderobe umweltfreundlicher und sogar praktischer gestalten. Optimal dafür ist es, einen farblich abgestimmten Kleiderschrank zu haben, indem möglichst viele Kombinationen von wenigen Ober-, und Unterteilen möglich sind.

Beim Ausmisten des jetzigen Kleiderschranks kann man seine alten Kleider zusätzlich direkt in die Brocki bringen. Bald besteht dann die Garderobe nur noch aus einigen Lieblingsstücken. Nicht nur spart man damit Zeit beim Anziehen am Morgen, man tendiert auch weniger dazu aus Impuls Kleidung einzukaufen.

Weitere Tipps zu einer abgestimmten Garderobe findest du hier.


Autoren: Näf Fabiola, Stuber Julia, Hafner Stefanie

Alle verwendeten Quellen zu diesem Beitrag findest du hier.

5 Gedanken zu „Brocki, App oder Ausmisten: Welchen Beitrag Leistest du für die Umwelt?“

  1. Liebes Team, das Lesen eures Artikels hat mir Freude bereitet. Also nicht, weil ich mich freue, dass wir den Planeten zerstören, sondern, weil es spannend gestaltet war und inhaltlich interessant zum Lesen. Ich will den Artikel teilen! Die Bilder bei der Problemstellung sind den Umständen entsprechen gut gewählt (ihr hättet ja schlecht in eine H&M Fabrik gehen können, um zu fotografieren) und lockern den Text auf. Ihr hättet teilweise mehr Weissraum gebrauchen können. Bei der Problemstellung fielen teilweise viele Zahlen und es wäre toll gewesen, wenn ihr diese noch in einem Diagramm veranschaulicht hättet. Ich habe zuvor den Artikel von Lou und Julia gelesen (ähnliches Thema) und ich finde es ausgezeichnet, dass es praktisch keine Wiederholungen gibt (was eigentlich schlecht ist, weil es ja heisst, das die Textilindustrie ein Riesenproblem ist). Ihr habt verschiedene Facetten aufgezeigt und trotzdem nicht zu lange darüber geschrieben, sodass es «langweilig» wird. Abschliessend will ich die Icon-Zeichnungen noch loben, weil sie ausgesprochen gut sind.

  2. Liebes Team
    Ich fand eure Artikel gut zu lesen, da sie einfach & strukturiert aufgebaut sind. Auch eure Themenwahl finde ich sehr gut, da sie Themen beinhalten, welche immer problematischer werden.

    Sehr gut gefiel mit die Faktendarlegung anhand von Bäumen. Darüber hinaus finde ich die Aussagekraft des Zitats sehr gut Trifft auf den Punkt.
    Die Fotografien finde ich passend, wobei die Visualisierungen ausgesprochen gut sind.

    Ich bin der Meinung, dass die schlechten Arbeitsbedingungen von Zalando Mitarbeitern, sowie die großen Herausforderungen der Schweizer Paketzentren auch erwähnenswert gewesen wären.

  3. Liebe Kolleginnen

    Euer Eintrag zu lesen hat mir grosse Freude bereitet und mich unterhaltsam weitergebildet. Das von euch gewählte Thema beschäftigt mich selbst. So stösst mir das übertriebene und masslose Kaufverhalten mancher sauer auf und beelendet mich. Deshalb verfolgte ich von Beginn weg interessiert euren Beitrag und war bereits während der Problemschilderung gespannt auf eure Lösungsansätze, welche mir plausibel und einleuchtend erscheinen.

    Der ganze Blogeintrag finde ich ansprechend gestaltet mit tollen, zielbringenden Illustrationen und Fotografien. Auch sprachlich habe ich bis auf die üblichen kleinen Flüchtigkeitsfehler nichts zu bemängeln. Ein Highlight waren für mich die clever (ein)gesetzten Verlinkungen.

    Gute Arbeit Ladies

  4. Liebes Team,
    Ich fand es sehr spannend euren Artikel zu lesen, da dieses Thema uns alle betrifft. So gefiel es mir auch sehr gut, dass ihr betreffend die Secondhandläden einen Link in euren Artikel eingebaut habt. Ausserdem haben mir die verschiedenen Möglichkeiten, welche ihr dem Leser eröffnet sehr gefallen, auch, dass diese sehr leicht in den Alltag einzubauen sind finde ich eine gute Sache.
    Die Grafiken und Bilder auf der Webseite, finde ich sehr passend und schön platziert. So wirken die Artikel sehr ansprechend und haben mich zum Lesen animiert.

  5. Liebe Fabiola, Julia und Stefanie

    Vielen Dank für diesen tollen Blogeintrag.
    Obwohl Ich und Julia uns mit demselben Thema beschäftigten, zeigt ihr hier trotzdem ganz andere Vorschläge, die super umsetzbar für jeden einzelnen Konsumenten sind. Ich werde mich danach mal auf Depot umschauen. (übrigens mit einem p)

    Ihr habt zu den Lösungsansätzen unter jedem Untertitel passende Zeichnungen hinzugefügt welche den ganzen Blog auflockern und spannend machen. Ich fand den Titel: CO₂ Ausstoss per Mausklick sehr gut gewählt. Denn wer beiläufig im Internet bestellt ist sich den Folgen meist gar nicht bewusst.

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