Co₂ Ausstoss per Mausklick: Umwelt-Belastung durch Onlineshopping

Das Bestellen von Kleidung im Internet ist bequem und wenig zeitaufwändig. Gleichzeitig locken die Onlineshops mit grosser Auswahl und einer Vielzahl an Rabatten. Bei so vielen Vorzügen stellt sich die Frage, wo liegt die Schattenseite des Ganzen?

Onlineshopping als CO₂- Falle

Wann hast du das letzte Mal etwas im Internet bestellt? Wahrscheinlich ist es nicht länger als einen Monat her. Bestellt sind die neuen Kleidungsstücke in Sekunden, in wenigen Tagen hast du dein Paket vor der Haustür. Der Versand ist häufig gratis, was viele Kunden dazu verleitet, verschiedene Grössen zu bestellen.

2017 wurden von der schweizer Zalandozentrale pro Tag 30’000 Pakete versendet, wovon 60% wieder zurückgeschickt wurden. Für 10 Millionen Zalandopakete werden 90’000 Kilo CO₂ ausgestossen. Von den verschickten Packeten verbraucht jedes einzige auf dem Weg zum Kunden nach Hause 850g CO₂. Durch diesen Massenkonsum von Kleidungsstücken entstehen also massive Schäden an der Umwelt.

Der Onlinehandel liegt im Trend und verbreitet sich immer weiter. Dass dieses bequeme Bestellen schwerwiegende Konsequenzen für die Umwelt hat, wissen viele nicht.

Der verlockende kostenfreie Rückversand

Viele Konsumenten bestellen ein Kleidungsstück direkt in mehreren Grössen mit dem Wissen, dass sie ein Paket wieder zurückschicken werden. Mehr als jedes zweite Paket wird an die Zentrale zurückgesendet. Pro Tag werden also 15.3 Tonnen CO₂ nur durch Zalando verbrauch. 1224 Bäume müssten ein Jahr lang bestehen um diesen täglichen Ausstoss wieder auszugleichen. Pro Jahr müssten also alleine für die Marke Zalando rund 446’000 Bäume gepflanzt werden, damit der Versand keine Belastung für die Umwelt darstellen würde. Die Nachhaltigkeit dieses Massenkonsums kann also fast unmöglich gewährleistet werden. Auch die riesige Auswahl dieser «Fast Fashion Produktionen» ist verlockend.

Die Verantwortung liegt bei uns

Ursache für einen solch «dekadenten» Umgang mit Kleidung ist mehrheitlich die Unwissenheit der Bevölkerung. Viele wissen es einfach nicht besser und bestellen somit zu jeder Gelegenheit neue Kleidung. Durchaus sind sich manche Menschen über die Konsequenz ihres Konsums bewusst, verhalten sich aber trotzdem gleichgültig.

Konsum als Mittel zur Zugehörigkeit

Die Fakten zu ignorieren und weiterhin gedankenlos zu konsumieren, fällt vielen leichter als ihre Gewohnheiten zu ändern. Im Trend zu liegen ist vor allem jungen Leuten wichtig, denn es gibt ihnen das Gefühl von Zugehörigkeit.

Kaufhaus anstatt Onlineshopping?

Leider ist auch das stationäre Einkaufen nicht die Lösung des Problems, denn oft denken wir nicht daran, welche Emissionen durch den Einkauf in einem Laden entstehen. Das Gebäude muss klimatisiert werden, die Ware wird meist mit dem LKW geliefert und ist mit einer grossen Menge Verpackungsmaterial verbunden.

Zudem kommen die Emissionen des Konsumenten durch die Anreise dazu. Pauschal kann man also nicht sagen welche Variante ökologischer ist und man sollte daher eine andere Option wählen, die grundsätzlich nachhaltiger ist.

Du willst wissen, was du tun kannst?

Unser Team hat sich intensiv mit dem Problem der Umweltverschmutzung durch Versandhandel beschäftigt und sich überlegt, auf welche Art jeder von uns seinen Beitrag leisten kann.


Autoren: Naef Fabiola, Stuber Julia, Hafner Stefanie

Alle verwendeten Quellen zu diesem Beitrag findest du hier.