homo erectus

Gehen. Barfuss gehen. In Schuhen gehen, für manche eine Normalität, für andere unvorstellbar. Früher eine Sache der Normalität. Falls man sich keine Kutsche leisten konnte, wanderte man Dutzende von Kilometern.

In manchen Ländern gehen auch heute noch Frauen und Kinder über Kilometer barfuss um Wasser zu holen oder um in die Schule zu gehen. Hier und Heute gibt es Autos, Velos, ÖV und viele weitere Transportmöglichkeiten um sich fortzubewegen. Das lässt und faul werden. In unserer heutigen Gesellschaft wird Barfuss gehen als etwas Seltsames, Schmutziges angeschaut. Es wird auf einem herabgesehen, obwohl man bedenkt dass das Barfuss gehen der Ursprung des eigentlichen Gehens ist, und meiner Sicht auch heute noch sein sollte. Wir verlernen zu gehen.

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Es gibt sehr verschiedene Gangarten, wenn man sich mal Zeit nimmt und sich ein gemütliches Plätzchen aussucht am Bahnhof um die verschiedenen Arten zu beobachten fängt man an zu merken wie sehr dieser von einer Person ausmacht. Es zeigt einen grossen Teil dessen Charakter, man kann deren ihren Gemütszustand sozusagen ablesen, was sehr spannend sein kann. Seitdem mir das aufgefallen ist wie sehr es die Person wiederspiegelt achte ich mich viel mehr auf Knickfüsse oder auf eine leichtes abfedern bei Menschen. Es gibt so vieles zu entdecken und zu sehen an einer Gangart. An mir selber habe ich bemerkt dass ich mich leicht hüpfend fast tanzend fortbewege, wenn es mir gut geht. Hingegen wenn ich mich unsicher fühle oder es mir schlecht geht das ich sehr in mich gekehrt laufe..Blick auf den Boden gesenkt. Wenn ich mich beobachtet fühle, fange ich an meine eigene Art zu untersuchen, es fühlt sich so an, als wüsste ich gar nicht mehr wie ich einen Fuss vor dem anderen setzen soll. Es fühlt sich in meinen Augen falsch an was ich mache, ohne gross zu überlegen wieso das so ist? Wenn ich alleine nach dem Ausgang nach Hause laufe, gebe ich mir Mühe möglichst laut und mit beiden Füssen fest auf den Boden zu treten, um selbstbewusst zu wirken. Ich empfehle jedem mal sich Zeit zu nehmen und sich mal zu achten was rund um einem passiert.

 

Georgia Mendes de Freitas

♒︎ Zu meiner Wenigkeit Ziellos durch den Wald wandernd, Tee trinkend auf dem Balkon sitzen. Manu Chao hörend, in der Badewanne liegen.

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3 Gedanken zu „homo erectus“

  1. Liebe Georgia
    I würde sagen das mit dem barfuss gehen ist doch jedem das Seine. Ich verstehe dich schon, dass man manchmal das Verlagen hat barfuss zu gehen. Im Sommer vielleicht am meisten.
    Doch die Schuhe wurden dazu erfunden, unsere Gesundheit zu schützen. Wie du sagst, gibt es noch heute Menschen in den Drittweltländern, die sich keinen Fussschutz leisten können. Wie sehr würden sie sich so ein einfaches Schuhwerk wünschen?! Es ist immer wieder das gleiche Luxusproblem – man möchte immer das haben, was man nicht hat. Doch den Wert dessen, was man hat, kennt man nicht.
    Du sagst das barfuss Gehen ist der Ursprung unseres eigentlichen Gehens. Das ist wohl so. Doch vieles ist ja der Ursprung des eigentlichen Tuns. Was wäre, wenn wir wirklich nur den Ursprung leben würden?!

    Was du zu den Gangarten erzählt hast, kann ich dir nur zustimmen. In meinem ehemaligen Büro in Solothurn konnte ich wirklich fast jeden Mitarbeiten nach seiner Art zu gehen erkennen. Ich wusste sofort wer jetzt herbeikommt. So hatte ich Zeit mich auf die richtige Person einzustellen. 《Lache》

  2. Salü Liri 🙂
    Natürlich ist es jedermanns Sache, jedoch ist es bewiesen dass Menschen die öfter barfuss laufen gesündere und somit glücklichere Füsse haben. Aber natürlich verstehe ich auch deinen Punkt und ja, auch ich bin froh in dieser Jahreszeit ein Schuhwerk zu besitzen.

    Mir ging es in meiner Lehrstelle sehr ähnlich. 😉

  3. Jo sali Georgia und sali Liri

    Das anziehende am Barfuss gehen kann ich sehr gut verstehen, da ich selbst ein leidenschaftlicher Barfussläufer bin, und das zu fast jeder Zeit.
    Natürlich verstehen jene die sich keine Schuhe leisten können das nicht, aber für die die eigentlich hätten, ist es tatsächlich wie eine Lebensqualität. So kann man nur seine Füsse nackig machen wenn man den Luxus hat, einen warmen Boden zu haben, oder die Möglichkeit sie irgendwann wieder einzupacken, oder die Zeit aber auch Mut besitzt sich die Füsse zu beschmutzen.

    Das Schuhe zum erhalt der Gesundheit gemacht wurden, denke ich nicht. Ich sehe das Schuhwerk eher dafür, die Füsse zu schonen. So ist es durchaus natürlich, dass ein «gesunder» Mensch auch einen Hang zum Basfuss gehen pflegt.

    Wie mit dem Barfuss laufen, stimme ich dir auch bei den Gangarten zu. Es ist wirklich erstaunlich das man zum Teil in die eine Situation kommt, in der man von weitem eine Person auf einem zugehen sieht und sich so denkt, was ist den das für einer! Und das alles nur mit der Erkennung das diese eine seltsame oder ungewohnte Gangart hat.
    Was ich selbst an mir oft beobachten kann, ist, dass ich mit den verschiedenen Musikrichtungen die ich höre wenn ich unterwegs bin, auch anders gehe. So hopse ich wie ein Nachwuchsgängschder bei einem fetzigem Rapsong oder wie ein Serienkiller wenn ich z.B Stücke wie diesen hier,
    (https://www.youtube.com/watch?v=D_m3g_MIP-M) höre.

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