homo erectus

Gehen. Barfuss gehen. In Schuhen gehen, für manche eine Normalität, für andere unvorstellbar. Früher eine Sache der Normalität. Falls man sich keine Kutsche leisten konnte, wanderte man Dutzende von Kilometern.

In manchen Ländern gehen auch heute noch Frauen und Kinder über Kilometer barfuss um Wasser zu holen oder um in die Schule zu gehen. Hier und Heute gibt es Autos, Velos, ÖV und viele weitere Transportmöglichkeiten um sich fortzubewegen. Das lässt und faul werden. In unserer heutigen Gesellschaft wird Barfuss gehen als etwas Seltsames, Schmutziges angeschaut. Es wird auf einem herabgesehen, obwohl man bedenkt dass das Barfuss gehen der Ursprung des eigentlichen Gehens ist, und meiner Sicht auch heute noch sein sollte. Wir verlernen zu gehen.

DSC_1470

 

Es gibt sehr verschiedene Gangarten, wenn man sich mal Zeit nimmt und sich ein gemütliches Plätzchen aussucht am Bahnhof um die verschiedenen Arten zu beobachten fängt man an zu merken wie sehr dieser von einer Person ausmacht. Es zeigt einen grossen Teil dessen Charakter, man kann deren ihren Gemütszustand sozusagen ablesen, was sehr spannend sein kann. Seitdem mir das aufgefallen ist wie sehr es die Person wiederspiegelt achte ich mich viel mehr auf Knickfüsse oder auf eine leichtes abfedern bei Menschen. Es gibt so vieles zu entdecken und zu sehen an einer Gangart. An mir selber habe ich bemerkt dass ich mich leicht hüpfend fast tanzend fortbewege, wenn es mir gut geht. Hingegen wenn ich mich unsicher fühle oder es mir schlecht geht das ich sehr in mich gekehrt laufe..Blick auf den Boden gesenkt. Wenn ich mich beobachtet fühle, fange ich an meine eigene Art zu untersuchen, es fühlt sich so an, als wüsste ich gar nicht mehr wie ich einen Fuss vor dem anderen setzen soll. Es fühlt sich in meinen Augen falsch an was ich mache, ohne gross zu überlegen wieso das so ist? Wenn ich alleine nach dem Ausgang nach Hause laufe, gebe ich mir Mühe möglichst laut und mit beiden Füssen fest auf den Boden zu treten, um selbstbewusst zu wirken. Ich empfehle jedem mal sich Zeit zu nehmen und sich mal zu achten was rund um einem passiert.