Das Wandern ist des Müllers Lust

Das Wandern ist des Müllers Lust. Jetzt Anfangs Frühling ist das Wandern wieder aktuell.  Aber gerade bei jüngeren Generationen gilt der Sport als langweilig und altmodisch. Ich selber liebe die Natur. Ich nutze das Wandern dazu, mir die Zeit zu nehmen, sie zu geniessen. 

Der Frühling ist da, die Luft riecht süsser und die Vöglein stimmen, voller Inbrunst wieder ihren Gesang an. Die ganze Welt beginnt wieder zu Gedeihen, zu Wachsen, zu Leben. Die Sonne lockt nicht nur die Tierchen. Nein, sie lockt auch die Menschchen aus ihren Höhlen.

Ich selber spüre das Reissen. Ich ziehe meine Wanderschuhe an und packe in meinen Rucksack einige Kleinigkeiten. Einen Pullover, vielleicht eine Regenjacke, Etwas zu Essen z.B. ein Würstchen, eine Flasche Wasser und vielleicht noch ein paar Bier. Karte und Kompass lasse ich zuhause.

Dann gehts los, ab in den Wald! Wenn ich wandern gehe, gehe ich öfters in den Wald in meiner Umgebung. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man in vielen der berühmten Wandergebieten, mehr Menschen trifft als einem lieb ist. Das Wandern gleicht dann mehr dem anstehen an einer Supermarktkasse. Beim Wandern habe ich kein Ziel. Ich lasse mich von meiner Intuition irgendwo hinführen. Bevorzugt wandere ich aber der Krete entlang.  Hier an der Krete, wo es zu steil ist, den Wald wirtschaftlich zu Nutzen, ist die Natur noch von der Natürlichen Sukzession gezeichnet. Von ihr aus sieht man auch über das Ganze Tal hinweg.

Aussicht von der Krete
Aussicht von der Krete

Ich liebe den Moment, wenn  ich in der Natur angekommen bin. Wenn ich mich in einer Landschaft wie aus einem Tolkien Roman befinde. Kein Lärm, kein Beton, keine rechten Winkel. Ich fülle meine Lungen mit Luft, betrachte das Leben, die Wunder der Natur, giesse alles um  mich herum. In diesen Momenten fühle ich mich so richtig als Mensch. Menschlicher als ich mich in einer Stadt je fühlen könnte.

Baum auf der Krete
Baum auf der Krete

Viel gehe ich mit Freunden wandern. Man kann gut über Freuden, Probleme und die Welt sprechen.  Das schöne beim Wandern finde ich dass es keinen Sieg zu erringen gibt. Dass es nicht um eine körperliche Leistung, oder die geistige Überlegenheit geht. Beim Wandern geht es einfach nur ums Wandern. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Wanderweg
Wanderweg

5 Gedanken zu „Das Wandern ist des Müllers Lust“

  1. Sich von den vielen Eindrücken der Natur immer wieder neu verzaubern lassen ist ebenfalls für mich eines der schönsten Erlebnisse. Auch ich gehöre zu den jugendlichen Wanderern welche vom Aussterben bedroht sind und kann dein Unverständnis über die häufige Abneigung zum Wandern gut nachvollziehen. Ich habe jedoch gerade letztens, von Leuten in meinem Alter eine Antwort bekommen wieso sie nicht wandern. Die Begründung war, dass sie schlicht und einfach nicht auf die Idee kommen würden, von sich aus einfach in den Wald zu gehen und loszumarschieren. Viele kennen das wandern nur aus der Kindheit, wo es vielleicht eine Qual war weil die Strecken viel zu lang und steil für die kurzen Kinderbeine waren. Wenn ich jedoch von mir aus den Vorschlag einer Wanderung in die Runde werfe, bin ich trotzdem immer wieder überrascht wer alles mitkommt. Ich denke, wenn wir Leute ermutigen und fragen, ist die Abneigung gar nicht mal so gross. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht.
    Grüsse von Angela Ringgenberg

    1. Liebe Angela,

      Auch ich gehören zu den wenigen die gerne wandern. Ich kann bestätigen, dass ich das Wandern als Kind verabscheute. Immer auf diese Touren zu gehen und stundenlang zu laufen. Einfach nervig! Das einzige was mir damals Spass gemacht hatte, war an einer Feuerstelle eine Bratwurst zu grillieren.

      In den letzten drei Jahren habe ich jedoch das Wandern wieder für mich entdeckt. Es ist fantastisch die Ruhe zu geniessen. Stundenlang unterwegs zu sein und die Natur in ihrer voller Pracht zu bewundern. Sei es im Wald oder Feld.

      Da Wandern als «altmodisch» gilt, denke ich wie du, dass die jungen Menschen nicht auf die Idee kommen. In meinem Freundeskreis höre ich aber immer wieder, dass sie manchmal Wandertouren machen. Ich glaube auch, das Wandern immer wie mehr wieder aufkommt.

  2. Hallo zusammen,

    Ich finde es schön, dass ich nicht der einzig bin, der Freude am Wandern hat! Vielleicht könnt ihr mir ja ein par gute Routen nennen, damit wir unserer Wandererlebnisse mit euch teilen können. Vielleicht könnten wir auch zusammen einmal zu einer Wanderung aufbrechen?

    1. Hey ihr Wanderfreunde!

      Ich möchte euch ja echt nicht den Spass verderben, aber eigentlich ist doch wandern im Grunde nichts anderes als Laufen, oder etwa nicht?

      Findet ihr nun also Laufen auch gut, oder wie steht ihr genau dazu? Macht ihr einen Unterschied zwischen dem nun teilweise echt mühsamen Laufen oder auch Gehen genannt und dem Wandern? Ich finde, dass irgendwie echt krank, also nicht normal.

      Wer leigt denn nun richtig, derjenige/ diejenige der/die wandert oder läuft? Kann man denn da überhaupt eine Differenz projezieren, also sozusagen eine unschuldige Gangart ausschliessen, bzw. bevorzugen?

      Meiner Meinung nach soll jeder die Welt geniessen auch beim normalen „Gehen“, oder von mir aus auch „Marschieren“ oder beim viel zu oft vernachlässigten „Schlendern“.
      Wandern hat für mich viel zu viel Wand inbegriffen, also es engt halt irgendwie ein.

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      Mit lieben Grüssen der Umgängige

  3. Hey ihr Bewegungstalente!

    Ich als Gärtner bin natürlich sehr gerne in der Natur. Wie für Angela bedeutet für mich das Wandern, Gehen, Schlendern, Laufen, oder wie auch immer ihr es nennen wollt, sehr viel! Egal wie man es nennt, schlussendlich tut es der Seele und dem Körper einfach nur gut.
    Ich habe da einen super Tipp an euch:
    Wenn ich am wandern bin, suche ich mir jeweils den dicksten Baumstamm den ich finden kann. Ich gehe auf den Baum zu und umarme ihn so fest ich kann und schreie dabei. Der Baum gibt mir durch meine Umarmung seine Kraft! Bei mir ist es jedefalls so, ihr könnts ja mal ausprobieren;)

    Beste Grüsse, euer Simon

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