der CO₂ Ausstoss des Automobils

Problematik

Gemäss Bundesamt für Statistik sind heute circa 4.5 Millionen Personenwagen in der Schweiz zugelassen. Dies bedeutet, dass fast jede zweite Person in der Schweiz Besitzer eines Personenwagens ist. Davon sind 3.1 Mio. Benzinfahrzeuge und 19’000 reine Elektrofahrzeuge. Doch wie schädlich sind Benzinfahrzeuge und Elektrofahrzeuge denn eigentlich?

Um diese Frage zu beantworten haben wir nachgeforscht und folgendes herausgefunden: Ab dem Jahr 2012 führte die Schweiz, gemäss Vorbild der EU, Emissionsvorschriften ein. Doch es scheint, als könne unser Land diese nicht erfüllen. So gilt ab 2015 bei Neuwagen ein CO₂ Ausstoss von 130 g pro km als Grenzwert. Doch dieser wird auch heute noch nicht erreicht, und das, obwohl der Ausstoss bis 2020 auf 95g pro km reduziert werden soll. Doch wo liegt das Problem? Zum einen liegt es daran, dass das Leergewicht der Neuwagen leicht zugenommen hat, da die Autos immer grösser werden, wie auch daran, dass der Anteil an Fahrzeugen mit Allradantrieben gestiegen ist. Ausserdem hat die Umstellung auf ein realitätsnäheres Messsystem des CO₂ Ausstosses auch einen Einfluss auf die Ergebnisse.

Doch wie sieht es eigentlich mit Elektrofahrzeugen aus?

Was klar zu sagen ist, dass die kein CO₂ ausstossen und daher ökologischer im alltäglichen Gebrauch sind. Im Idealfall wird auch sauberer, erneuerbarer Strom getankt. Doch es gibt ein Problem welches auch Elektrofahrzeuge betrifft. Dabei handelt es sich um die Batterien der Fahrzeuge. Diese enthalten diverse Rohstoffe, welche sehr problematisch im Bezug auf die Gewinnung sind. Dazu gehören unter anderem Kobalt und Lithium.

Lithium wird in der Salzwüste von Chile durch das Abpumpen von Grundwasser gewonnen. Das lithiumhaltige Wasser wird anschliessend in Becken fünf Monate lang verdunstet. Die verbleibende Flüssigkeit, hat einen Lithiumgehalt von ca. 6%. Eine solche Mine benötigt täglich 21 Millionen Liter Grundwasser. Dies wiederum führt dazu, dass die sonst schon trockene Salzwüste immer mehr austrocknet. So können Bewohner von umliegenden Dörfern keinen Ackerbau mehr betreiben und auch viele Tierarten, welche in nahen Oasen leben, verlieren nach und nach ihren Lebensraum.

Dies ist jedoch nicht die einzige Gegend, welche vom Rohstoffabbau betroffen ist. Denn der Abbau des begehrten Kobaltes findet im Kongo statt. Das Kobalt ist tief in der Erde verborgen. So ist es notwendig Minen zu bauen, in welchen die kobalthaltigen Steine geschürft werden können. Doch nicht alle Minen im Kongo sind offiziell zugelassen. Das führt dazu, dass viele Arbeiter eigene Minen bauen um auch vom Kobalt profitieren zu können. Dazu graben sie bis zu 45 Meter tiefe Löcher in die Erde und steigen barfuss und ohne richtige Ausrüstung in die Mine. Das Problem dabei ist, dass Kobalt hochgiftig ist und schon der Aufenthalt während einiger Minuten in einer solchen Mine führen zu Atembeschwerden. Dies führt nicht selten zu bleibenden Lungenschäden. Des weiteren ist die Erde sehr bröckelig und aus diesem Grund geschieht es nicht selten, dass eine Miene in sich zusammenbricht. Die Menschen im Kongo sind jedoch froh überhaupt eine Arbeit zu haben, denn nur wer genug Geld verdient kann seine Familie ernähren oder sogar die Kinder zur Schule schicken.

Dies alles geschieht, ohne dass es uns Endverbrauchern überhaupt bewusst ist. So kommt es, dass immer mehr Autohersteller auf Elektrofahrzeuge setzen und die Produktion erweitern und ausbauen wollen. Doch für eine einzige Autobatterie sind 20-30 kg Lithiumkarbonat und 10-15 kg Kobalt nötig. Je mehr solcher Batterien wir produzieren werden, desto schlechter wird es den Menschen und der Natur in den Läsnderen gehen, von welchen wir unsere Rohstoffe beziehen.

Doch was können wir dagegen unternehmen? Wenn du wissen willst, an welchen neuen Technologien heute schon geforscht wird, klicke bitte hier.

Quellen

Jasmin Kramer I Lia Di Giacinto