Die schönste Art zu reisen

Für mich persönlich ist eine der schönsten Arten zu reisen, wenn man jeden Tag an einem anderen Ort ist. Ich bin lieber unterwegs, anstatt die ganzen Ferien an ein und dem selben Platz zu verbringen.  Diese Leidenschaft habe ich für mich entdeckt, als ich mit meiner Familie zweimal je vier Wochen mit dem Wohnmobil durch Skandinavien gereist bin.

Das erste Mal durfte ich diese Art des Reisens 2004 erleben, dass zweite Mal dann 2007. Wir sind beide Male mit dem Nachtzug nach Hamburg gefahren und haben dort schliesslich ein Wohnmobil gemietet. Denn ganz Deutschland Hochzufahren wäre nicht besonders interessant gewesen, auf jeden Fall nicht, im Gegensatz zu der atemberaubenden Landschaft die uns in den Ländern Finnland, Norwegen, Schweden und Dänemark erwartete.

Mit einem Wohnmobil ist man absolut unabhängig, das ist das schönste an der ganzen Sache. Wenn wir auf einem Campingplatz angekommen sind, haben wir uns abgesprochen, wohin wir am nächsten Tag gehen könnten. Oder aber wir blieben zwei drei Tage auf dem gleichen Campingplatz, wenn es uns da gut gefiel. Ausserdem hat man die Möglichkeit, egal wo, anzuhalten und dort zu übernachten.. Denn man hat ja schliesslich alles bei sich was man braucht. In diesem Fall muss man jedoch etwas sparsamer mit dem Stromverbrauch umgehen.

Während unsere Eltern jeweils einen Standplatz auf dem Campingplatz suchten und das Wohnmobil für die Übernachtung herrichteten, erkundeten ich und meine Geschwister den Campingplatz. Meistens kamen wir dann verdreckt und/oder von oben bis unten Nass zum Wohnmobil zurück, da wir irgendwo ins Wasser gefallen sind. Beim zweiten Mal im Jahr 2007 hatte ich meine erste Fahrstunde. Ich durfte ein paar Meter mit dem Wohnmobil fahren, wenn man dies überhaupt fahren nennen konnte. Ich denke hüpfen trifft es besser. Denn ich habe lediglich die Kupplung gehen lassen, den Rest hat dann das Standgas gemacht. Ansonsten war ich oft als Navigator im Einsatz und habe die Karte gelesen. Nicht immer haben wir auf Anhieb die richtige Abzweigung erwischt. Aber eins ist sicher. Mein Vater hätte es auf jeden Fall nicht besser gekonnt.

Wir haben beide Male jeweils ca. 7000 km mit dem Wohnmobil zurückgelegt. Und auf so einer langen Streck sieht man so einiges. Ich finde allgemein, bei dieser Art des Reisens kann man sehr viel lernen. Sei es auf geografischer, kultureller oder sozialer Ebene. Ich könnte mir auch gut vorstellen für zukünftige Ferien statt eines Wohnmobils das Velo zu nehmen oder aber gleich zu Fuss zu gehen. So wird auch das Risiko eines Materialschadens auf ein Minimum reduziert. Das Problem an dieser Art des Reisens ist einfach, dass es viel Zeit braucht und die meisten schlichtweg zu wenig davon haben.

Speziell an Skandinavien haben mir die Lofoten in Norwegen gefallen. Dort gibt es unzählige Fjorde, welche der Landschaft ein ganz spezielles Aussehen verleihen. Im allgemeinen ist man in Skandinavien der Natur sehr nahe und kann teilweise Kilometer lang unterwegs sein, ohne auch nur einem einzigen Menschen zu begegnen. Ein weiters Highlight im Sommer ist natürlich die Mitternachtssonne. Denn wie wir ja alle in der Schule gelernt haben, geht im Norden Europas die Sonne während des Sommers nie ganz unter. Im Winter hingegen könnte man mit etwas Glück die Nordlichter beobachten, was sicherlich auch ganz imposant wäre. Dazu bin ich leider noch nicht gekommen.

Was ist eure bevorzugte Art zu reisen?

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