Die schwebenden Gärten der Welt

Die heutige Architektur ist nicht mehr nur  Mittel zum Zweck, sondern wird immer mehr zu einer Kunstform. Die Bauten werden höher, das Design ausgefallener und die Nutzung komfortabler. In den letzten Jahren gab es ein Bauboom, wie seit den 1970er Jahren nicht mehr. Doch Gebäude, die wie Pilze aus dem Boden schiessen, vernichten viel Grünfläche. Da die Nachfrage nach neuen Bauten gross bleibt und stetig ansteigt, kann auf neue Gebäude kaum verzichtet werden. In den letzten Jahren hat sich jedoch ein revolutionärer Trend durchgesetzt – «green skyscrapers». 

Oft werden sie als «grüne Oasen in der Betonwüste» bezeichnet. Es sind die innovativen, umweltfreundlichen und revolutionären Bauten der Neuzeit. Das Bevölkerungswachstum, die daraus resultierende Nachfrage nach neuen Gebäuden, sowie der Klimawandel bewegten dazu, dass sich die Architektur in ihrer Erscheinung neu präsentieren musste. Ein Lösungsansatz gegen diese Probleme sind die  «green skyscrapers». Die neue Fassette der Architektur ist die Kombination von Natur und Architektur. Es entsteht ein Zusammenspiel von Ökologie, Innovation, Kunst und Architektur.

Konzept

Fassadenbegrünung, Dachgärten und begrünte Balkone sind die neuen Faktoren im Gebäudewesen. Es entstehen neue Lebensräume für Mensch und Tier und die Umweltverschmutzung kann durch Steigerung der Grünfläche reduziert werden. Die stetige Nachfrage nach Neubauten kann anhand dieser Bauvorhaben abgedeckt werden, ohne Einbusen der Umwelt in Kauf zu nehmen. Die Baukomplexe sind meist Selbstversorger, das bedeutet sie produzieren ihren Bedarf an Strom selbst anhand von Photovoltaik–Anlagen. Das Regenwasser wird in sogenannten Reservoirs gesammelt und zur Bewässerung der Pflanzen verwendet. Anhand eines Kreislaufes wird das Wasser neu aufbereitet und wiederverwendet. Ausserdem bieten die Bäume einen natürlichen Sonnenschutz und unterbinden unerwünschte Einblicke.

Singapur – Metropole der Zukunft

In Singapur sind Boden und Ressourcen knapp und die Bevölkerungsanzahl steigt rapide. Durch innovative Lösungen wie Flächenumwandlung und unterirdisches Bauen werden neue Räume erschlossen. Der Besucher Singapurs ist immer wieder erstaunt darüber, wie sich die tropische Metropole in wenigen Jahren verändert hat. Futuristische Hochhäuser und großflächige Gartenlandschaften in schwindelnder Höhe sprießen aus dem Boden. Gebaut wird zunehmend nach ökologischen Gesichtspunkten. Das Ziel Singapurs ist es, zur lebenswertesten und nachhaltigsten Metropole der Tropen zu werden und damit auch ein Vorbild für andere Städte zu sein.

innovative Projekte

Das Architekturbüro WOHA gilt als Visionär in der Architekturszene von Singapur. Sie entwickeln Gebäude wie den «Parkroyal on pickering». Viele Architekten streben diesem Unternehmen nach und verfolgen das selbe Ziel. Mit ihren Bauten streben sie nach einem Wandel und wollen damit eine der grünsten Metropolen der Welt erschaffen. Aber nicht nur in Singapur boomt der Wunsch nach grün. Auch in London soll demnächst ein revolutionärer Bau erfolgen. Die «garden bridge» soll die erste Brücke mit integriertem Park werden.

Viele Projekte sind weltweit in Planung und werden Schritt für Schritt realisiert. Dieser Wandel mit ökologischer Gesinnung birgt Potential. Wenn diese Denkweise ausgebaut werden kann und Singapur seine Vorbildfunktion innovativ einsetzt, erleben wir hier eine der bedeutendsten Veränderung in der heutigen Architekturgeschichte.

3 Gedanken zu „Die schwebenden Gärten der Welt“

  1. Wow, die begrünten Gebäude sehen toll aus! Es ist eine tolle Idee und sicher eine Alternative zu den anonymen, seelenlosen und modernen Gebäuden von heute, die der Natur den Platz wegnehmen. Aber der Architekt muss schon speziell planen und auch darauf achten, dass die Wurzeln das Haus nicht beschädigen, oder nicht?

    Möchtest du den auch so ein Gebäude planen nach deinem Studium? Gibt es so ein Haus auch in der Schweiz ?

    Liebe Grüsse
    Maria

  2. Hallo Anja!

    Wenn ich diese Bilder sehe, schlägt mein Herz gleich doppelt so hoch! Schade trifft man in der Schweiz nicht auf solche Gebäude. Doch wenn man es sich etwas genauer überlegt, sind solche Bauten bei uns kaum denkbar. Dachbegrünungen sind immer mit viel Kosten und Arbeit verbunden! Es sieht dafür einfach genial aus und bringt Leben auf dem Dach. Gerade in der heutigen Zeit, wo pro Sekunde ein Quadratmeter verbaut wird, ist es doch enorm wichtig die Grünflächen miteinzubeziehen! Solche Projekte aus deinem Blog sind die Zukunft. Super Sache!

    Bis bald
    Simon

  3. Liebe Anja, lieber Simon

    Ich finde diese Idee auch ganz toll. Ich glaube, bei uns sind einfach die Bauvorschriften zu einschränkend und lassen keinen Spielraum für neue, kreative ideen. Bei uns im Dorf sind ja nicht einmal Flachdächer erlaubt, weil sie angeblich nicht in die ländliche Gegend passen. Also bauen wir lieber weiter im bisherigen Stil, dafür verdichtet und langweilig.

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