Die Zigarette – Wie schädlich ist sie wirklich?

Die Zigarette, eine tabakhaltige Glimmstange die aus der heutigen Gesellschaft kaum mehr wegzudenken ist. Es gibt sie bereits in allen Variationen. Ob stark oder schwach, ob mit oder ohne Geschmack von welchem Hersteller auch immer, aber was genau ist dran oder besser gesagt, was ist drin in den Zigaretten.

Das Rauchen 

Die Zigarette hatte seine Hochkonjunktur in den 50er Jahren. Damals war die Quote der rauchenden Schweizer Gesellschaft zwischen 15 – 40 Jahren über 40%. Heute sind wir in der Schweiz bereits unter 26%. -Tendenz sinkend- Dieser Rückgang des Tabakkonsums ist höchstwahrscheinlich auf die Erhöhung der Tabaksteuer im Jahr 2006 zurückzuführen. Aber auch wenn der Konsum von Tabak tendenziell zurückgeht, gehen die Zahlen der durch Zigarettenmissbrauch geschädigten Personen nicht zurück. -Im Gegenteil- In den letzten Jahren häuften sich die Todesfälle die auf das Rauchen zurückzuführen waren. Doch wie schädlich sind die nikotinhaltigen Glimmstängel wirklich?

«Rauchen», nur schädigend oder nützlich?

Nikotin an sich gehört zu den am schnellsten süchtig machenden Substanzen weltweit. Durch übermässigen Tabakkonsum steigt das Risiko der Nikotinabhängigkeit, was die Lebenserwartungen der Konsumenten beeinträchtigt. Rauchen von Tabakwaren kann als gesicherte Ursache für Lungen-, Kehlkopf-, Mund-, und Luftröhrenkrebs ausgemacht werden. Zudem kann das Rauchen (vor allem bei der männlichen Spezies Mensch ) zu Unfruchtbarkeit und einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte führen. Unangenehme Folgen von Tabakkonsum ist beispielsweise auch die frühzeitige Alterung der Haut.  Vor allem bei Billigzigaretten gilt die Devise -Hände weg- Denn gerade bei illegal importierter Schmuggelware kann die Belastung durch Pestizide bis zu 200mal höher sein als die der herkömmlichen Zigaretten.

Trotz deren vielen schadenden Aspekte gibt es durchaus positive Aspekte zur Zigarette zu greifen. Zwar sind diese Aspekte nicht in erster Linie physischer sondern psychischer Natur. In der heutigen Gesellschaft geraten die zwischenmenschlichen Interaktionen mehr und mehr in den Hintergrund. Durch das Rauchen jedoch entsteht ein allgemeines Zusammengehörigkeitsgefühl. Somanche Bekanntschaften entstehen durch Kommunikation in einer angenehmen Umgebung. Meist entstehen Interaktionen durch gemeinsame Interessen und angenehmer Umgebung, die zu einer unterhaltsamen Konversation führen. Auch wenn sie nur mit der Frage nach Feuer beginnt, ist es trotzdem eine Form von interaktiver Kommunikation die angenehme Konversationen mit sich bringt.

Ein weiterer Aspekt der Psychologie ist die allgemeine Stimulation des Bedürfnisgefühls. Durch das Rauchen und der parallel laufenden Nikotinabhängigkeit wirkt die Zigarette beruhigend auf das Wohlbefinden des Konsumenten. Durch die Befriedigung des Verlangens von Nikotin kann der Körper verschiedene andere Bedürfnisse für einen begrenzten Zeitraum vernachlässigen. Deshalb ist es möglich, dass man durch den Konsum von Nikotin an Körpergewicht verlieren kann, wenn man bei einem Hungergefühl statt Nahrung Nikotin zu sich nimmt. Durch das, dass das Hungergefühl ebenfalls ein temporäres Gefühl ist, können die unterbewussten Mechanismen des menschlichen Körpers getäuscht werden. Natürlich ist diese Art von Körpermanipulation nicht gerade gesund für unser Immunsystem.

Fakt ist, dass Rauchen durchaus als Genussmittel zu konsumieren ist. Jedoch sollte sich der Konsum von Zigaretten in einem überschaubaren Rahmen halten und jederzeit unterbrechen werden können. Schlussendlich ist es jedem Konsumenten selber überlassen, jedoch wäre es vorteilhaft, sich der Folgen bewusst zu sein.

 

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