Die Machtlosigkeit wächst mit jedem Tag

Die meisten die mich kennen wissen, dass ich keine Person bin, die oft Nachrichten mitverfolgt und mich für die meisten Geschehnisse auf dieser Welt nicht sehr Interessiere. Doch diese Geschichte lässt mich nicht mehr los.

Eine Boeing 777 der Malaysischen Airline war am 8. März 2014 von Kuala Lumpur nach Peking unterwegs. Scheinbar ist das Flugzeug auf unerklärliche Weise vom Radarschirm verschwunden. Seither fragt sich die halbe Welt, was mit dem Flugzeug passiert ist. Ob es wirklich abgestürzt ist, oder irgendwo notgelandet ist.

239 Personen, darunter auch Kinder, waren an Bord des Fluges 730. Nun frag ich mich, sind diese Menschen einfach für immer verschwunden?

Wieso ist es so schwierig das Flugzeug zu finden, oder herauszufinden was wirklich geschehen ist? In den Medien steht, dass die Kommunikationssysteme der Maschine zuvor vorsätzlich abgeschaltet wurden. Das Flugzeug sendete aber dennoch jede Stunde ein kurzes Signal woraus zu schliessen ist, dass die Maschine nach dem Verschwinden vom Radar noch mehrere Stunden weiter flog. In welche Richtung jedoch, kann nicht genau gesagt werden.

Mittlerweile,  beteiligen sich 26 Nationen mit Flugzeugen, Schiffen und Satelliten, an der Suche nach der verschollenen Maschine. Australische und Chinesische Flugzeuge, haben mögliche Trümmerteile südwestlich von Perth entdeckt. Mir der Hoffnung den Flugschreiber der Maschiene zu finden, wurden Schiffe losgeschickt. In dieser Gegend sei das Meer zwischen 1750 und 7000 Meter tief womit sich die Suche massiv erschwert.

Malaysia meldete am Mittwoch rund 122 Objekte auf dem Satelliten im Absturzgebiet gesehen zu haben. Diese seien ein bis dreiundzwanzig Meter gross.  Auch von Flugzeugen aus wurden solche gesichtet, aber noch keines davon konnte geborgen geschweige denn von nächster Nähe betrachtet werden. Zudem mussten die ausgesandten Schiffe wegen schlechtem Wetter die Bergungsaktion abbrechen. Dieser Ort ist einer der  unzugänglichsten Orte die man sich vorstellen kann, denn es liegt tausende Kilometer von jedem Kontinent entfernt. Für die Aufklärung des Falls ist die Blackbox der Maschine 730, welche möglicherweise tausende von Metern tief im Ozean liegt, unabdinglich. Diese sendet aber nur etwa einen Monat lang Ortungssignale aus, die Zeit für die Suchenden ist somit begrenzt. Zurzeit wird komischerweise an einem anderem Ort gesucht. Wird so, die sonst schon knappe Zeit, nicht nur noch mehr hinausgezögert?

Verschwörung?

Das Ganze scheint mir mehr als komisch. Es heisst, die Mehrheit der im Flug Anwesenden seien Chinesen gewesen. In Peking wurde sogar schon gegen die Malaysische Botschaft demonstriert. Auf ihren Plakaten stand gross geschrieben «Wir wollen die Wahrheit!».

Auch mich nimmt die Wahrheit sehr wunder. Wie müssen sich die Angehörigen der im Flug gesessenen fühlen? Ich möchte mir gar nicht erst vorstellen, was für Gedanken sich in meinem Kopf sammeln würden, wenn eines meiner Familienmitglieder oder einer meiner Freunde oder auch schon nur ein Bekannter von mir in diesem Flugzeug gewesen wäre. Ich würde durchdrehen und mir alles mögliche ausmalen. Würde mit aller Macht versuchen etwas zu tun und im nächsten Moment würde mir bewusst, dass ich machtlos bin. Wir alle sind machtlos. Wir leben in einer Welt in der die Machtverteilung mehr als unfair ist. Und genau das versetzt viele von uns in Angst. Angst vor dem Nichts. Fakt ist, dieses Ausmass an Machtlosigkeit, zeigt uns einmal mehr, wie klein wir Menschen gegenüber den Naturgewalten doch sind.