Kunststoff im Alltag «Das Problem»

IDAF «Tomorrow» 2018

Kunststoff im Alltag

…Wie wir damit leben…


Auseinandersetzung mit den Problemen

Die Anwendung von Kunststoffen im Baubereich hat in den letzten Jahren sehr stark zugenommen. Kunststoff bildet heute eine eigene Werkstoffgruppe. Ursprünglich wurde er als Ersatzstoff von klassischen Baustoffen wie Holz, Metallen und Textilien eingesetzt. Da Kunststoffe gezielt für ihren Einsatz entwickelt werden können, weisen sie oft hervorragende Eigenschaften im Vergleich zu natürlichen Baustoffen auf. Es ist erschreckend, mit welcher Menge Kunststoff wir in unserem Alltag konfrontiert werden. Ist diese Tatsache dem Mensch wirklich bewusst?

Lebensmittelverpackungen wiederverwendbar oder nicht?

Wir verbringen einen Grossteil unserer Zeit in Gebäuden. Daher stellten wir uns die Frage: Wo kommt Kunststoff überall in Wohnungen vor? Schon bereits im Rohbau wird Kunststoff verwendet. Kanalisationsrohre, Abdeckfolien oder Kabelschutzrohre sind heute üblich. Abdichtungen und Fugen zur Befestigung von Bauteilen sind praktisch in jedem Haushalt anzutreffen. Auch Wärmedämmstoffe, Schalldämmungen oder Schallabsorptionen sind heute oft aus Kunststoff gefertigt. Sogar Fenster oder Türrahmen sind in Kunststoffversionen erhältlich. Im Bereich der Haustechnik, wo Elektro oder Sanitärleitungen ins Spiel kommen, ist der aus Erdöl hergestellte Baustoff, in Form von Steckdosen, Schalter, Armaturen, Abgasleitungen etc. anzutreffen. Es ist auf eine Art bestimmt sinnvoll, diese gezielt für ihren Einsatz entwickelten Bauteile, einzusetzen. Wir sind trotzdem überzeugt davon, dass dies nicht nur Vorteile bietet. 

Fensterrahmen aus Metall & Holz oder Kunststoff?

Am meisten Bedenken haben wir, wenn wir uns bewusst machen, wie präsent der Kunststoffanteil im Bereich vom Innenausbau und von Oberflächenbearbeitungen ist. Boden, Wand und Deckenbekleidungen, sowie Vorhänge oder Möbel sind immer wie öfter aus Kunststoff. Auch viele Beschichtungen zum Beispiel von Spanholzplatten oder Schutzlacke, sogar Anstrichstoffe enthalten einen Kunststoffanteil. Oft greifen wir zu diesen Produkten, weil sie etwas günstiger sind. Alle diese Materialien nutzen sich mit der Zeit ab. Diese Abnutzung kann über lange Zeit der Gesundheit der Menschen und der Umwelt schaden. Wir sind eigentlich dabei, uns selber zu gefährden, in dem wir den Kunststoff überall in unser Leben einbauen und zu einem grossen Teil nicht richtig entsorgen. Die Wohnräume, in denen wir leben, sind so zu sagen wie unsere dritte Haut und zu dieser sollte man unserer Meinung nach auf jeden Fall Sorge tragen. Es schadet nicht, wenn man diese Alltagssituationen einmal mit einem kritischen Auge betrachtet und sich selber fragt: Gibt es eine ökologische Alternative? Es lohnt sich auch einmal zu etwas teurerem zu greifen, dafür tut man etwas Gutes für sich und die Umwelt.

Kalkfarbe / Dispersion?

Beispiele; Durch die Abnutzung von Schutzlacken im Fassadenbereich können schädliche Chemikalien in den Wasserumlauf gelangen. Auch viele Dispersionen, die wir für den Anstrich von Wänden im Wohnbereich verwenden, enthalten einen grossen Anteil an Zusatzstoffen, Weichmachern und Lösungsmittel. Die Ausdünstung dieser Anteile, die meistens mehrere Jahre dauert, können gravierende Gesundheitsschäden verursachen. Hier sind in dem meisten Fällen die Atemwege davon betroffen. Auch im Bereich der Kosmetik (Zahnpasta, Seifen, Shampoos, Peelings, etc.) sind winzige Kunststoffteilchen enthalten, ein eigentlich grosser Teil davon landet leider im Abwasser.

Haarbürste aus Holz oder Plastik?

Bio oder herkömmlicher Kunststoff?


Wasserverschmutzung

Dieses Thema, Mikroplastik Verschmutzung im Wasser, ist unter anderem auch darauf zurückzuführen, wie wir in unserem Haus leben, wie und was wir konsumieren, wie und wo wir Dinge entsorgen. 200 Tonnen Plastik werden jährlich produziert, bis zu 13 Prozent davon landen in Gewässern. Die Folgen oder die Schäden die daraus entstehen betreffen das Öko-System. Indem wir unsere Umwelt mit Plastik verschmutzen, schaden wir der Umwelt und vielen Lebewesen. Kunststoff kann sich nicht natürlich abbauen, er zerfällt in kleine Teile, in Mikroplastik. Vor allem viele Tiere im und ums Wasser verwechseln Plastik mit Nahrung und können dadurch sterben. Laut Umweltschutzorganisationen sterben jährlich bis zu 100’000 Meeressäuger und 1’000’000 Seevögel, durch den Konsum von weggeworfenen Kunststoffen. Wer aber glaubt, es treffe nur die Tiere, irrt sich. Plastik hat fatale Auswirkungen für uns Menschen, er kann schon heute in Fischnahrung (in unserer Nahrung) nachgewiesen werden. Damit essen wir eigentlich einen Teil der Plastikabfälle und Schadstoffe, die wir wegwerfen. Als Folge kann dies bei uns Menschen zu Allergien, Fettleibigkeit, Herzerkrankungen, Krebs bis zu Unfruchtbarkeit führen. Wir bringen demnach nicht nur die Umwelt in Gefahr, sondern auch alle Lebewesen, die in diesem Lebensraum leben.


Folgen von Kunststoffverschmutzung bei Tieren

nachhaltig-sein.info/lebensweise/plastik-kunststoff-folgen-mensch-tiere-umwelt-gesundheit


Folgen von Kunststoffverschmutzung bei Menschen

  • Allergien
  • Fettleibigkeit
  • Herzerkrankungen
  • Krebs
  • Unfruchtbarkeit

Rohstoffknappheit

Auch die Hinsicht betreffend der Rohstoffknappheit ist bedenklich. Fünf Prozent des weltweit geförderten Erdöls wird für die Plastikproduktion benötigt. Dieser Rohstoff ist nicht erneuerbar; das heisst, er wird irgendeinmal aufgebraucht sein. Man sollte sich dringend mehr Gedanken zur Verwendung von Biokunststoffen machen.

Wasserflasche aus Glas oder Kunststoff?


Fazit

Unserer Meinung nach ist der Einsatz von Kunststoffen nur dann optimal, wenn dieser auf seine ökologische Eignung geprüft wird und er wieder recycelt werden kann. Wenn jeder ein wenig bewusster mit diesen Gegebenheiten umgehen würde, sind wir überzeugt, man könnte die Welt zu einem besseren Ort machen und die Natur retten.


Quellenangabe


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Ein Gedanke zu „Kunststoff im Alltag «Das Problem»“

  1. Das Problem ist sehr gut dargestellt. Ich war mir bewusst, dass Plastik bzw. Kunstoff ein grosses Problem in der heutigen Zeit ist. Doch diese Arbeit zeigt einem wie gross das Problem wirklich ist und vor allem wo es überall zu finden ist. Ich finde es toll seid ihr nicht nur auf das PET-Problem eingegangen, was wahrscheinlich den meisten bekannt ist, sondern auch auf Probleme, welche die viele Menschen wahrscheinlich gar nicht realisieren. Die Vergleichsbilder geben einem ein klares Beispiel und man denkt sich: “Ah ja stimmt. Das ist mir noch gar nicht aufgefallen.” Die Wiederholung einiger Bilder in der Lösung erinnert einen noch einmal daran, was man als Einzelperson tun kann. Ich finde die Arbeit ist spannend und verständlich geschrieben. Trotz ein paar kleinen Schreibfehlern. Bei den Quizfragen muss man nochmal gut überlegen was und wie gut man eigentlich gelesen hat. Das finde ich toll.

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