Jeder der jemals Milch getrunken hat, ist gestorben!

Manche sind der Ansicht, dass Milch ein notwendiger, wertvoller Teil der Ernährung ist. Andere befürchten sie könnte mit Krebs & einem frühen Tod in Verbindung stehen. Was stimmt nun? Warum trinken wir überhaupt Milch? & wie ist die Umwelt betroffen?

Die meisten von uns ernährten sich in ihren frühen Lebensphasen von Muttermilch. Sie enthält alles, was ein Baby braucht um zu überleben; Wasser, Kohlenhydrate, Proteine, Mineralien, Vitamine, Antikörper & Hormone. Da sind wir gleich wie alle anderen Säugetiere.

Haben wir das erste Lebensjahr erreicht, wird die Menschenmilch meistens durch Kuhmilch ersetzt. Wir trinken also als einziges Säugetier die Milch einer fremden Mutter im Erwachsenenalter? Irgendwie komisch.

Wir nehmen Tierleid in Kauf, um Kuhmilch trinken zu können. Wäre es ebenfalls so, wenn es sich um Hundemilch handeln würde? (Referenzbild)

Ist Milch wirklich gesund?

Der Milch werden positive & negative Folgen nachgesagt. Metaanalysen widerlegen die meisten dieser Behauptungen auf beiden Seiten.

« Neben Laktoseintoleranz, ist die bekannteste negative Auswirkung von Milchkonsum Akne. »

National Library of Medicine & Dermatology Journal

Grundsätzlich kann man die, in der Milch enthaltenen, Nährstoffe auch über pflanzliche Nahrungsmittel einnehmen. Milch ist also nicht ungesund, aber auch nicht zwingend notwendig für ein gesundes Leben.

(für das Foto oben wurde keine echte Milch gebraucht)

Milch ist Gift! Für die Umwelt.

Kuhmilch etablierte sich als die beliebteste Muttermilchsorte, weil Kühe sehr rentable Milchgeber sind. Um die hohe Nachfrage abzudecken, werden sogenannte «Turbokühe» eingesetzt, eine Zuchtrasse namens Holstein-Friesian. Während im Jahr 1955 eine Kuh ca. 4’000 Liter Milch pro Jahr produzierte, liefert eine HF-Kuh bis zu 15’000 Liter pro Jahr.

Ein Leben lang schwanger sein

Vielen ist nicht bewusst, dass Kühe schwanger sein müssen, um Milch produzieren zu können. In Grossbetrieben werden Kühe also durchgehend schwanger gehalten, damit sie ganz jährlich Milch liefern.

« Nach jeder Geburt werden die Mütter von ihren Kälbern getrennt & wieder künstlich befruchtet. »

Der Tagesspiegel

Den Umständen entsprechend leben solche Turbokühe nicht besonders lang. Nach ein paar Jahren treten «Berufskrankheiten» auf. Betroffene Kühe werden aussortiert & geschlachtet.

Es gibt Milchbauern, die sich dem Trend entgegensetzen & Kunden finden, die dazu bereit sind mehr zu zahlen.  Trotzdem kommt die meiste Milch, die bei uns auf dem Tisch landet, nicht von der grünen Alm wie sie in der Werbung gezeigt wird, sondern von gezüchteten Milchmaschinen. 

Die Milchindustrie & der Klimawandel

Wir können nicht einfach ignorieren, dass die Milchindustrie im Grunde Ausbeutung ist & den Klimawandel fördert. Weltweit sind rund 14,5 % der vom Mensch verursachten Treibhausgase auf die Nutztierhaltung, darunter auch Milchkühe, zurückzuführen.

« Treibhausgase zusammen betrachtet ist die Schweizer Nutztierhaltung für ungefähr 13 % der hierzulande ausgestossenen Treibhausgase verantwortlich. »

Schweizerische Eidgenossenschaft

Laut PETA verbraucht 1 Liter Milch ungefähr 15 Liter Wasser. Dabei rechnet man aber nur mit dem direkten Verbrauch der Kuh & der Milchherstellung. Berücksichtigt man alle Facetten der Milchproduktion, erhält man, pro Liter Milch, einen Wasserverbrauch von 150 Liter.

Der «Wasserfussabdruck» ist jedoch nicht allein verantwortlich für den grossen Einfluss, den die Milchindustrie auf das Klima hat. Weitere Verantwortliche sind verschiedenste Gase die von Kühen, sowie Landwirtschaftsgeräten, ausgestossen werden.

Das war noch nicht alles…

Die Antibiotika-Krise ist allbekannt. Die Resistenz nimmt, mit häufigem Einsatz, weiter zu & es wird immer schlimmer. Aber, was hat die Milch damit zu tun?

Wie oben erwähnt, leiden HF-Kühe oft an «Berufskrankheiten». Dazu gehört beispielsweise auch, dass sich ihre Euter entzünden. Um dies vorzubeugen, mischen die Milchbauern den Tieren Antibiotika ins (aus dem Ausland importierte) Futter.

« Wenn eine Schweizer Milchkuh ein Antibiotikum bekommt, ist in zwei von drei Fällen eine Euter-Erkrankung schuld, etwa entzündete Milchdrüsen. 1,7 Gramm Antibiotika werden dafür jährlich pro Kuh verbraucht. »

Beobachter

Die Folge davon ist, dass sich Antibiotika resistente Bakterien über die Milch verbreiten & landen in unserem Kaffee & im «Müesli».

Wir, die Gesellschaft

Wie bei fast jedem Thema, dass die Umwelt betrifft, ist dieses vielschichtig. Milch ist für den Grossteil der Bevölkerung harmlos & sogar wichtig für viele Menschen. Sie ist ein reichhaltiges Nahrungsmittel, jedoch auch schädlich fürs Klima & Ursache für grosses Tierleid. Wir müssen, als Gesellschaft entscheiden wie wir mit diesen Tatsachen umgehen wollen. Unsere Lösungsvorschläge

Zur Quellenabgabe

Autoren: Selva Meyer, Lea Schenker

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