Lala und andere Kuriositäten

Die Songtexte, für manche das schönste am Song, für andere nur belangloser Text. Sie werden mitgesummt, mitgepfiffen, überhört oder gar falsch interpretiert. Oder heisst es etwa im Song von 4 Non Blondes, «I pray at sink all day for the revolution.»Ich bete am Abfluss für eine Revolution? Wohl eher nicht. Da wurde nicht aufmerksam zugehört, wohl eher betete er jeden Tag für eine Revolution. So schnell ist es passiert und der Songtext hat eine völlig andere Bedeutung.

Sicher könnt ihr euch noch erinnern, als ihr jünger wart und Songtexte nach gesungen habt. Zwar ahnungslos über die Nachricht des Songs, dafür mit grossem Enthusiasmus.
Als wäre es gestern gewesen. Ehrlich gesagt, bin ich heute noch eine Vertreterin des lästigen Mitsummens und falschem Singens.
Obwohl ich Text nicht beherrsche. Es ist aber auch gemein, dass Töne schneller im Ohr sind als ihre Texte.
Oder sind das nur faule Ausreden, wenn man nicht genau auf die Texte hört?

Gerne wird gemogelt. Wie beim Song von Bob Dylan: «The ants are my friends, they’re blowin‘ in the wind.» Nein, Ameisen sind nicht seine Freunde und die Songzeile, «But she ws blinded by the light, wrapped up like a douche, another runner in the night.» von Manfred Mann hat nichts mit einer Spülung zu tun.

Bands
Manfred Mann                                  4 Non Blondes                                Bob Dylan
 In der Fachsprache nennt man diese Modegreens. Darunter versteht man falsch verstandene Textzeilen. Oder genauer gesagt, versteht man die gesungene Sprache nicht, entstehen solch absurden Zusammenhänge.

Manchen geht es tierisch auf die Nerven, andere wiederum reagieren gelassen. Ich hatte schon jegliche Diskussionen, ob das nun ein No-go oder Go-ahead ist.
Für mich alles kein Problem, bekam jedoch schon öfters böse Blicke zugeworfen oder auch Kommentar wie: «Wenn man den Text nicht kann, sollte man das Singen besser lassen.»
Mir imponieren solche Aussagen nicht und singe, pfeife oder summe weiter, mehr oder weniger im Takt.

Karin

Liebt gute Musik und guten Kaffee. Und ist eine begeisterungsfähige Begeisterte.

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Ein Gedanke zu „Lala und andere Kuriositäten“

  1. Liebe Karin

    Es ist mir selber auch schon öfters aufgefallen, dass ich einen Text nicht richtig verstanden habe, jedoch erst nach einiger Zeit…
    Wie als ich zum Beispiel kürzlich erst herausgefunden habe, dass es im Song Cool Kids nicht um Cookies geht, sondern eben um Cool Kids. 😉
    Ich denke das Problem, dass man nicht auf den Text achtet oder ihn falsch mitsingt, liegt vor allem im Unverständnis der gesungenen Sprache. Denn eine Fremdsprache ist gesungen zu verstehen noch viel schwieriger zu verstehen als gesprochen.

    Es freut mich, dass du dich von solchen Kommentaren nicht beirren lässt. Für mich steht der Spass an der Musik im Vordergrund. Und solange man Spass daran hat, darf auch mal etwas schief tönen.

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