Lösung vor der Katastrophe

Die Ursachen, die zu unbrauchbarer Erde führen, sind  so verschieden, wie die Auswirkungen. Deshalb braucht es oft auch mehrere Lösungen für die Behebung einzelner Probleme.

  • Menschen müssen weltweit über die heutigen Probleme der Bodenausbeutung aufgeklärt werden.
  • Der Zustand des Bodens ist abhängig vom Beitrag jedes Einzelnen.
  • Die Art der Agrarwirtschaft beeinflusst die Qualität des Bodens.
  • Die Gesetze gegen den Einsatz von Schadstoffen müssen verschärft werden.
  • Nationen müssen zusammenarbeiten und sind auf gegenseitige Unterstützung angewiesen.
  • Die Erde schreit nach Lösungen, daher ist die Kreativität der Menschheit gefragt.

Vielfalt statt Einfalt

Natürlich gewachsene Ökosysteme müssen zum Vorbild der Agrarwirtschaft werden. Damit eine langfristig und nachhaltige Verbesserung der Bodenqualität generiert werden kann.

Permakultur

Die Permakultur ist ein Lösungskonzept, das von den Australiern Bill Molisson und David Holmgren anhand vorbildlicher europäischer Biowirtschaft entwickelt wurde und heutzutage weltweit verbreitet ist.

Doch was genau bedeutet das? Übersetzt heisst Permakultur „permanent agriculture“ so viel wie „dauerhafte Landwirtschaft“ und meint die nachhaltige, zukunftsfähige Nutzung des Landes, vom kleinen Garten bis zur ganzen Erde. Permakultur ist eine Methode, um stabile, weitgehend sich selbst erhaltende und regulierende Lebensräume zu schaffen oder wiederherzustellen. Im Zentrum steht dabei das Zusammenspiel von Mensch, Tier und Pflanze.

Die Permakultur kann eine hohe Flächenproduktivität erreichen und bringt die höchste Leistung des Ökosystems hervor. Ökologisch gesehen, ist es das Richtige. Wenn man die Permakultur nun mit moderner Technik kombiniert und somit den Arbeitsaufwand senken kann, sehen wir darin ein grosses Potential.

Aber auch jeder Einzelne kann seinen Garten nach der Theorie der Permakultur gestalten und somit einen Teil zur Verbesserung der Bodenqualität beisteuern.

Partielles freilassen statt komplettes zusperren

Um der Versiegelung der Erdoberfläche entgegenzuwirken, gibt es Raumordnungsgesetz und Flächennutzungspläne. Diese schreiben, was bebaut werden darf und was nicht. Alleine diese Flächennutzungspläne reichen jedoch nicht aus, um auf Dauer die Bodenversiegelung zu minimieren oder gar zu stoppen.

Wohnnraum

Ein wichtiger Punkt ist daher weniger grüne Flächen zu überbauen. Grundlegende Lösungen sind in die Höhe zu bauen oder leerstehende Gebäude und Häuser zu nutzen statt sie dem Schicksal zu überlassen.

Als Einzelperson haben wir nicht die Macht grosse Veränderungen vorzunehmen. Dennoch können wir in kleinen Schritten der Bodenversiegelung entgegenhalten. Indem wir kleinere Wohnungen mieten oder nicht in Einfamilienhäusern sondern in Mehrfamilienhäusern leben.  

Grosses Potential sehen wir in alten Wohnhäuser, Fabriken und riesigen Arealen von denen sehr viele in der Schweiz und der Rest Welt leer stehen. Die Umnutzung von solchen Gebäuden ist ein zentrales Thema in der dicht besiedelten Schweiz. Diese Gebäude können durch Renovierungsarbeiten zu attraktiven Wohnsiedlungen umgebaut werden. Weiterführend können solche Siedlungen mit der Permakultur verknüpft werden. Grosse Areale bieten sich an, um nachhaltige Projekte umzusetzen. Unterstützt durch den Trend des nachhaltigen und zukunftsorientierten Lebensstil, ergeben sich neue Entwicklungschancen.

Vision “Tomorrow”

Wohnraum

Attisholz ehemalige Zellulosefabrik
Vision “Tomorrow”
Ehemalige Fabrik zu Wohnsiedlung umgebaut kombiniert mit Permakultur

Strassen

Eine andere Theorie, ist die Möglichkeit, die verseigelten Flächen, wie zum Beispiel Strassen mit Löchern zu versehen um den Stoffaustausch zwischen dem Boden und der Atmosphäre zu ermöglichen. Als Vorbild nehmen wir ein organisches Gewebe z.B. die menschliche Haut, die mit vielen Poren versehen ist.

Vision “Tomorrow”
Strasse mit Poren (Löchernetz)

Zusammenfassend kann man sagen, dass genau so viele Lösungen oder Lösungsansätze gibt, um die Qualität und somit verbundenen Funktion des Bodens zu verbessern, wie es auch Ursachen für die Bodendegradation gibt. Ein grosses Problem hat sich während unserer Arbeit klar herauskristallisiert. Den Leuten ist gar nicht bewusst, was der Boden als Ressource ausmacht und was die Vorteile von qualitativ gutem Boden sind. Deshalb ist es als erstes wichtig, den Menschen den Boden näher zu bringen. Aus diesem Grund machten wir uns das zum Anlass, am Ende unseres Blogs ein Quiz über die Bodendegradation einzufügen. 

by Ivan Minichiello & Lukas Schaad

Hier geht es zu der Problematik
Hier geht es zu unserem Quiz

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4 Gedanken zu „Lösung vor der Katastrophe“

  1. Der Titel hat mich neugerig gemacht und wollte wissen was damit gemeint ist. Es wäre noch toll, wenn ihr genauer erklärt hättet was “Permakultur” ist oder wie man es anwendet. Die Fotos fand ich sehr passend. Dazu waren die Zeichnungen sehr schön und hilfreich um eure Überlegungen bildlich vorzustellen. Der Text war, meiner Meinung nach, gut verständlich.

  2. Der Titel passt gut zum ausgewählten Thema über die Bodenschätze auf welche wir Menschen keine Acht mehr geben, wie es im Text gut und klar erklärt wird. Das Thema wurde übersichtlich dargestellt und die Farbblöcke zu den jeweiligen Bilder passend ausgewählt, was das ganze noch spannender macht zum lesen. Die Qualität und Auswahl der Bilder finde ich hervorragend.
    Es sind sehr gute Lösungsansätze die einem zum nachdenken bringen. Bei der Theorie, die Strassen mit Löchern zu versehen um Stoffaustausch zwischen dem Boden und der Atmosphäre zu ermöglichen, bin ich nicht ganz nachgekommen. Wie ist das denn im Winter? gut wäre dies noch zu erklären.

  3. Dieser Artikel gefällt mir sehr gut, da er eine Problematik, welche mir bisher nicht bekannt war, sehr interessant aufzeigt.
    Der artikel war durch die Farblichen abspaltungen sehr gut Strukturiert.
    Auch die Titel fand ich sehr Interessant.
    Die Fotografien waren schön gestaltet und die Zeichnung welche ihr angefertigt habt fand ich sehr schön.
    Alles in allem ist es ein sehr gelungener Artikel!

  4. Diese Problematik war mir bekannt, doch dank eurem Blog weiss ich jetzt noch besser Bescheid. Ihr habt alle Probleme aufgezählt und diese sehr gut beschrieben. Dank dem schönen Layout, sprach mich dieser Artikel an zu lesen. Die Fotografien passen jeweils hervorragend zu den Texten. Besonders toll, fand ich die Zeichnungen. Man sieht, dass Ihr euch mit dem Thema befasst habt. Ich hoffe, dass die Menschen jetzt mehr Sorge tragen zu unserem Boden.

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