Mensch oder Cyborg ?

Die Menschen versuchen seit Jahrtausenden fehlende organische Gliedmassen und Organe durch künstliche zu ersetzen. Seit dem letzten Jahrhundert gelingt es ihnen immer wie besser. Die Verschmelzung von Mensch und Maschine ist längst Realität. Man nennt sie auch die «bionischen» Menschen oder «Cyborgs». Was nach Science-Fiction-Filmen aus Hollywood klingt, kann für viele Patienten eine enorme Verbesserung sein oder sogar ihr Leben retten. Doch was macht uns zu einem Menschen?

Ist es unser Körper, unsere Beine, Hände? Die Art wie wir gehen, gestikulieren oder sprechen? Oder ist unser Denken, was uns ausmacht und uns von den Tieren und Robotern unterscheidet?

Sind es Gefühle wie Liebe und Hass, Stolz und Neid, Zuneigung und  Wut, Hoffnung und Verzweiflung? Unser Drang nach Selbstverwirklichung, das Streben nach Macht, unser Mitleid mit den Schwachen und Armen? All dies wird nicht vom Herzen oder dem Blut gesteuert, das durch unsere Adern fliesst.

Alles was uns zu einem Menschen macht, wird eigentlich von unserem Gehirn festgelegt und gesteuert. Und bis jetzt ist es noch niemandem gelungen, unser Gehirn nachzubauen. Auch wenn Hollywood schon lange davon träumt und mehrere Filme zu diesem Thema realisiert hat. Der Neuste heisst «Transcendence» und nur schon der Trailer bewirkt bei mir ein mulmiges Gefühl.

Doch die Natur war und ist ein unnachahmlicher Baumeister. Wir können sie nur imitieren und kopieren, aber wir werden nie so gut sein wie sie. Ein sehr interessanter Artikel zu diesem Thema erschien 2010 im Magazin National Geographic:

Magie der Medizintechnik

IDPA

Eben diese Frage, was uns zu einem Menschen macht,  stellte ich mir beim Betrachten des Gemäldes «Mensch und Maschine» von Hannah Höch. Dieses Bild wählte ich zu meinem Vorbild für meine IDPA (Interdisziplinäre Projektarbeit). Diese Projektarbeit ist unsere Abschlussarbeit für die Fächer Gestalten und Information/ Kommunikation.

Mensch und Maschine von Hannah Höch
Mensch und Maschine von Hannah Höch

Hannah Höch war eine deutsche Graphikerin und eine bedeutende Collagekünstlerin des Dadaismus. Sie schuf unter anderem das berühmte Bild «Schnitt mit dem Küchenmesser DADA …». Das Bild «Mensch und Maschine»  malte sie 1921 und sah schon damals die Verschmelzung von Mensch und Maschine voraus.

In meiner Arbeit möchte ich diese Verschmelzung mithilfe von Collage und Malerei darstellen und  auch künstlerisch der Frage nachgehen, was uns Menschen ausmacht.
Dazu habe ich sehr viel recherchiert und einen Prothesenexperten eines grossen Herstellers getroffen. Mit den gesammelten Informationen gestaltete ich verschiedene künstliche Ersatzteile und zur Zeit bin ich am Malen und Gestalten meiner Arbeit. Hier sind ein paar Impressionen meiner Projektarbeit.

Meine fertige Projektarbeit, sowie die 16 Anderen der gestalterischen Berufsmaturklasse werden ab dem 25. April 2014 im Untergeschoss des GIBS-Schulhauses in Olten zu sehen sein.