Pizza, Pizza!

Mögt ihr Pizza? Wir mögen Pizza! Wir mögen sie so sehr, dass wir unseren eigenen Pizzaofen gebaut haben. Aber nicht in der Küche oder im Garten. Nein, wir haben ihn mitten im Wald gebaut.

Seit etwa sieben Jahren leite ich in der Jungschar Trimbach. Wir machen jeden Samstagnachmittag Gruppenstunde. Dass heisst, meine beiden Mittleiter und ich bereiten ein Programm für die rund neun vierzehnjährigen Jungs vor. Diese Programme finden bevorzugt im Wald statt, um den Jungs die Natur etwas näher zu bringen. Es ist schwierig über Jahre hinweg immer wieder Ideen zu finden.  Vor etwa einem Jahr hatten wir dann eine gute Idee. Pizza!

 

Aber für Pizza braucht man einen Offen. «Hmm, also», sagten wir uns, «bauen wir einen!» Wo war klar. An einem geheimen Platz, den nur wir kennen.  Auch die Idee war schnell  entworfen. Jetzt ging es ums umsetzen.

Die Jungs
Die Jungs

Als erstes mussten wir zwei Steinplatten, mit einer Grösse von etwa 100cm auf  70cm und einem Gewicht von je ca. 45kg, zum Platz tragen. Die Strecke ist etwa 3km lang und ziemlich steil. Wir brauchten 3h für die Strecke. Man kann sich vorstellen, dass sich die Freude der Jungs in Grenzen gehalten hat. Muskelkater, Blasen an den Fingern und Missmut waren die Folgen. Aber das wichtigste war erledigt.

Die Steinplatten
Die Steinplatten

Der nächste Schritt war, im Wald grosse quaderförmige Steine zu suchen. Diese brauchten wir um die Brennkammer zu mauern. Das stellte sich als sehr schwierig dar, da die Steine recht gross sein mussten, um die Wärme zu speichern. Die Steine waren immer weit vom Platz entfernt und wir mussten sie von weit her tragen. Doch der Bau ging voran.

Brennkammer ohne Deckplatte
Die Brennkammer ohne Deckplatte
Brennkammer mit Deckplatte
Die Brennkammer mit Deckplatte

Nachdem die Brennkammer fertiggestellt war, mussten wir sie isolieren, damit die Wärme gespeichert bleibt. Dazu haben wir Lehm verwendet. Den haben wir aus einem Wasserloch in der Nähe des Platzes geschaufelt. Damit der Lehm nicht gleich vom Regen weggewaschen wird, haben wir den fertigen Ofen noch mit Steinen belegt.

Der fertige Ofen
Der fertige Ofen

Dann kam der Moment der Wahrheit. Würde es klappen oder war alles umsonst? Im Ofen einzuheizen stellte sich als recht schwierig dar, da die Luftzirkulation zunächst nicht ausreichte. Aber das Feuer gelang dann doch. Wir heizten etwa drei Stunden ein, dann holten wir die Erste Pizza, die wir auf einer selbst gemachten Brotschaufel zubereitet haben. Der Teig und die Tomatensauce waren auch selbstgemacht. Wir schoben die Pizza in den Ofen und warteten.

Noch etwa 5 Minuten holten wir eine wunderbare, sauber gebackene Pizza aus dem Ofen. Ich weis nicht ob es der leckere Belag, der etwas rauchige Geschmack, die krosse Beschaffenheit des dünnen Bodens, oder doch das Wissen, dass wir wirklich alles selbst gemacht haben war, was diese Pizza zur besten gemacht hat, die ich je gegessen habe

Pizza!!!
Pizza!!!

Ein Gedanke zu „Pizza, Pizza!“

  1. Wenn ich diese Pizza so sehe, läuft mir das Wasser im Mund zusammen und ich denke die Mühe hat sich sicherlich gelohnt.

    Ich finde die Idee an sich ist toll. Denn was gibt es besser, als etwas von Grund auf, mit den eigenen Händen, selbst zu erschaffen. Auch dass ihr etwas gebaut habt, das jeder benutzen kann der möchte, finde ich super!

    Ich denke, ich werde diesen Ofen selbst auch einmal aufsuchen, um meine eigene Pizza zu backen. Eines wird jedoch durch deinen Bericht nicht ersichtlich. Wo steht denn das Prachtstück überhaupt?

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