Reisen an Ostern

Nicht schon wieder! Wir wollen mal wieder verreisen und überhaupt nichts ist parat. Das Haus ist noch voller Gäste und die «Hueresieche» wollen nicht nach Hause gehen. Schon wieder öffnet sich der Kühlschrank und der Prosecco perlt in den schlanken Gläsern. Meine Chancen zu packen schwinden von Minute zu Minute.

Ostern und Prosecco
Ostern und Prosecco (1)

Meine Gedanken kreisen. Turnschuhe oder doch lieber die neuen Stiefel? Kurze Hosen oder die Winterjacke? Kurze Hosen! Dann hab ich mehr Platz im Koffer. Ich kann ja dicke Strümpfe darunter anziehen. Denn das Wetter an unserem Reiseziel ist um den Gefrierpunkt. Die Vorfreude dafür umso erwärmender. Das Wichtigste ist sowieso die Kreditkarte. Denn die Destination wird auch die europäische Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten genannt. Berlin wir kommen! – mit oder ohne Gepäck.

Osterreisestress

Reisen an Ostern ist nicht die erfreulichste Sache der Welt. Alle stehen im Stau, Flughafenhallen sind übervoll und an den Infodesks in den verschiedensten Destinationen steht man stundenlang an.

Stau vor dem Brandenburger Tor, Berlin 1989 (2)
Stau vor dem Brandenburger Tor, Berlin 1989 (2)

Deshalb haben wir uns entschieden: «Der Kluge fährt im Zuge» und der noch Klügere reist im Nachtzug. Aber nicht nach Lissabon sondern nach Berlin. Wir können so eine Übernachtung sparen, kommen mehr oder weniger ausgeschlafen in der deutschen Hauptstadt an und reisen ökologisch und sicher an unser Ziel. Berlin kennen wir ausserdem bereits ein bisschen und können so das Touristenbüro umgehen. Ich freue mich sehr, auch wenn es in den U-Bahnen wahrscheinlich so aussehen wird:

U-Bahn Gedränge
U-Bahn Gedränge (3)

Zurück in der Gegenwart

Die Gläser leeren sich und die Gäste sind müde. Die Tische werden abgeräumt, zusammengeklappt und rausgestellt. Als der Besen hervorgeholt wird, checkt auch der Hinterletzte dass jetzt Zeit zum Gehen ist. Genug ist genug! Getrunken, gegessen und Tschüss. Ich bin dann mal am Packen.

Packen für die Reise (4)
Packen für die Reise (4)

Quellenangaben

Edna-Lucia

Die Natur, die blaue Stunde, das Surfen, Diskussionen, die Berge, Tee & Kaffe, Abenteuer, Sport, Lesen und Reisen sind Dinge die mich interessieren, inspirieren, faszinieren, die ich mag.

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3 Gedanken zu „Reisen an Ostern“

  1. Hoi Edna

    ui ui ui.. das tönt nach Stress. Hoffe ihr seit mittlerweile angekommen und habt alles wichtige dabei.
    Ihr wart wirklich kluge, denn ich habe gelesen, dass die Autos, zum Beispiel vor dem Gotthard, sogar über Nacht 2.5 Stunden im Stau standen.
    Ein bisschen neidisch bin ich, da ich noch nie in Berlin war. Wenn ich genau überlege, war ich eigentlich noch nie wirklich mehrere Tage in Deutschland. Eigentlich schon komisch, ist es doch zu unsere Zeit möglich die halbe Welt zu bereisen bevor man je einmal in den Nachbarländern war. Ich hoffe, dass du mir deine Erlebnisse erzählen wirst und mir die Stadt ein wenig näher bringst. Denn eines ist klar, ich werde nicht noch weitere 21 Lebensjahre warten um diese Stadt zu bereisen.

    1. Liebe Carole

      Es war wirklich ein bisschen ein Stress, doch wir sitzen nun wohlbehalten in unserer Unterkunft. Ich werde dir nach den Ferien gerne unsere Erlebnisse schildern und Empfehlungen für deine Reise nach Berlin abgeben. Denn damit solltest du wirklich keine weiteren 21 Jahre warten.

      Das was du schreibst ist mir auch schon des öfteren durch den Kopf gegangen.
      Wir hatten bei der Hinfahrt Sitznachbarn welche einander von ihren Reiseerlebnissen erzählt haben. In Südamerika waren sie, Südafrika, aber auch Vietnam haben sie, wie ich herausgehört habe, bereist. Doch ihrem aktuellen Reiseziel Berlin haben sie bisher noch keinen Besuch abgestattet. Dabei ist die Hauptstadt nicht das grösste Kaff, sondern mit 11,3 Millionen Touristen jährlich ein beliebtes Reiseziel.
      Wie also kommt es dass wir (Schweizer) die entferntesten Destinationen ansteuern aber teils keinen schönen Fleck in der Schweiz aufzählen können? Liegt es daran, dass wir mit unseren Möglichkeiten nahezu jedes Fleckchen Erde zu besuchen das Gefühl haben, dass wir diese auch nutzen sollten und sonst etwas verpassen würden? Denn das Einfache, leicht Erreichbare ist schliesslich doch viel zu langweilig!

      Bist du nach den Abschlussprüfungen bei einer Wanderung zum Creux du Van dabei?

  2. Hoi Edna

    Mitlerweile haben wir uns ja bereits gesehen und du hast mir einiges erzählt.
    Heute habe ich eine Karte bekommen…juhuu…und vielen Dank.
    Mit diesem Sujet kann ich deiner Faszination für diese Stadt völlig nachempfinden. Nicht nur mein Reisefieber, sondern auch ein sonst glückliches Gefühl hast du mit deiner Karte bei mir ausgelöst. Ich finde Karten zu schreiben und zu bekommen eine wunderbare Sache. Jetzt habe ich nach langem zögern auch das neue Postkarten-App für mich entdeckt, obwohl ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob das eine richtige handgeschrieben Postkarte wirklich ersetzen kann. Etwas Gutes hat es jedoch sicher, durch das benützen eines personalifizierten Fotos, bekommt die Karte eine ganz individuelle Note.

    Ich muss leider eingestehen, da wir jetzt für den 1.Juli eine Reise nach Süd-Amerika gebucht haben, dass auch ich zuerst die weite Welt entdecken werde bevor ich mich auf die Spuren unserer Nachbarländer begebe.
    Deine Idee von einer Wanderung zum Creux du Van finde ich allerdings super, und wäre gerne dabei. Um sich von den ganzen Strapazen dieses Jahres in der Natur zu erholen, freue ich mich bereits jetzt schon darauf.

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