Sklaven der Neuzeit

Es gab einmal eine Zeit, in der konnte man sich glücklich schätzen nicht zu den untergebenen Sklaven der brutalen Zeit zu gehören. Manch einer wurde durch sein Schicksal zu schwerster Arbeit in dunkle Berghöhlen oder auf endlosen grossen Ackerwiesen, zu lebenslanger Schufterei verdonnert. Dabei wurde dieses Schicksal nur selten durch den eigenen Willen bestimmt.

Nützliche Helfer

Wenige Jahrhunderte danach scheint dieses dunkle Kapitel der Menschheit endgültig der Vergangenheit anzugehören. Die Menschheit hat sich entwickelt, aus der Sicht der Menschenrechte sowie auch in der Technik. Heute hat man ganz zur Zufriedenheit der Menschen moderne Geräte im Alltag, die einem das Leben erheblich vereinfachen. Keine aufwendigen, handgeschriebenen Texte, die man dann mühselig in ein Couvert verpackt und zu Fuss oder auf dem Pferd zur Post bringt.

Schneller geht es per E-Mail oder SMS. So kann eine Frage eines in Afrika arbeitenden Mitarbeiters einer weltweiten Firmenkette, innert Minuten von seinem Chef, der gerade in London auf Geschäftsreise ist, beantwortet werden. Wie auch Anweisungen des Chefs können so rasch in Gange gesetzt werden. „Sende diese E-Mail an meine Mutter“. Erinnere mich morgen an das Essen mit Lisa“.

Wer hängt von wem ab?

Doch sind es wirklich die Geräte, die den Platz der modernen Sklaven eingenommen haben? Könnten es nicht auch die Menschen hinter den Geräten sein? Die, welche sich bei jeden Piepton, das Handy aus der Tasche reissen und in das Display glotzen, wie ein Alkoholiker in sein Weinglas.
Sind es also doch nicht die Geräte, welche uns befehlen sofort auf die Neuigkeiten zu reagieren?

So mancher wird sich wohl schon in die späten Nachtstunden dem Handy gefügig gemacht haben und länger als gewollt auch noch die letzten Forderungen der modernen Technik erfüllt haben.

Im Bett geht die Arbeit weiter
Im Bett geht die Arbeit weiter

Besorgte Zukunft

Sklaven wird es wohl immer geben, wen auch in einer anderen Form als damals. Dass sich dies einmal ändert, ist unwahrscheinlich, denn die nächste Zeitepoche hat erst begonnen.

Quellenangaben

Titelbild:
http://www.heute.at/storage/scl/bilder/news/ooe/831702_m3w620h372q75v1020_Fotolia_40573990_Subscription_Monthly_M1.jpg?version=1394883371
Bild im Bett:
http://images.gesund.at/image/640×381/handys-in-der-nacht-machen-dick-1412932999-1325.jpg