Sonnenbrand!

Nicht nur die Frühlingsgefühle steigen momentan an sondern auch die Intensität der Sonneneinstrahlung. Viele Personen unterschätzen das schnelle Ansteigen der Sonneneinstrahlung im Frühling und es kommt zu ersten schmerzhaften Sonnenbränden.

Hier einige Information über die verschieden Hauttypen, wie man sich richtig vor der Sonne schützt und was man beachten sollte bei einen Sonnenbrand. Somit kann man die Sonnenzeit in vollen Zügen ohne Sonnenbrand genießen.

 Die Haut 

Die Haut ist unser größtes und schwerstes Organ. Könnten wir im wörtlichen Sinne «aus der Haut fahren» und diese dann wiegen und messen, so würden wir feststellen, dass unsere Haut bis zu zehn Kilogramm wiegt und komplett ausgebreitet bis zu zwei Quadratmetern misst. Dennoch ist die Haut nur wenige Millimeter dick. 
Die Aufgaben dieser dünnen Schicht zwischen innen und aussen sind äusserst vielfältig. Grob eingeteilt besteht unsere Haut aus drei Schichten: Oberhaut «Epidermis», Lederhaut «Dermis» und Unterhaut «Subcutis».

Die Haut hält unseren Körper zusammen, sie schützt uns vor Druck und Stößen und vor dem Eindringen von Wasser, UV-Strahlen, Mikroben und Schmutz. Die Haut reguliert den Wärmehaushalt des Körpers. Auch Gefühlsregungen drücken wir über unsere Schutzhülle aus: Wir werden rot vor Wut, blass vor Schreck, wir schwitzen vor Angst. Ausserdem ist die Haut auch das sensible Sinnesorgan, mit dem wir tastend unsere Umwelt und Mitmenschen erkunden.

 Hauttypen

 Hauttyp I:

Sie neigen zur höchsten UV-Empfindlichkeit. Sie haben eine helle Haut mit Sommersprossen, blonde oder rote Haare und blaue oder grüne Augen. Eine Bräunung ist nur langsam möglich. Personen mit dem Hauttyp 1 holen sich verhältnismässig schnell einen Sonnenbrand.

2% der Menschheit haben diesen Hauttyp. Sie können fünf bis zehn Minuten ohne Schutz und ohne Gefahr an der Sonne verbringen.

Empfohlenen stärke der Sonnencreme für den Hauttyp 1 ist LSF, «Lichtschutzfaktor» 40 oder 50+ »

 Hauttyp II:

 Sie neigen zu hoher UV-Empfindlichkeit. Sie haben eine helle Haut, blonde Haare, blaue oder grüne Augen. Ihre Haut bräunt sich nach einem anfänglichen Sonnenbrand.

Sie befinden sich in bester Gesellschaft mit rund 12% der Menschheit. Ein gefahrloser Aufenthalt an der Sonne ist während 10 bis 20 Minuten möglich.

Hier liegt die Empfohlene Stärke des LSFs bei 25 bis 40

 Hauttyp III:

Sie neigen zu mässiger UV-Empfindlichkeit. Sie haben dunkle Haare und braune Augen. In der Regel bräunen sie gut, ein Sonnenbrand tritt nur gelegentlich auf.

78% der Menschheit hat ebenfalls Ihren Hauttyp. Sie können sich 20 bis 30 Minuten gefahrlos an der Sonne aufhalten.

Empfohlene Stärke der Sonnencreme für den Hauttyp 3 ist Sonnencreme mit dem LSF 25

Hier zum Test

Schutz vor Sonnenbrand

Cremen Sie Ihren Körper spätestens 30 Minuten vor dem Gang in die Sonne, mit dem zu Ihrem Hauttyp passenden Lichtschutzfaktor ein. Vergessen Sie nicht, Ihre Haut regelmäßig nach zu cremen. Den besten Schutz vor den UV-Strahlen und einem Sonnenbrand bietet lange Kleidung. Sie sollte luftig sein und bequem sitzen. Jedoch gibt es Hautpartien, die man leicht vergisst, etwa die Schultern, den Nacken oder die Füße sowie die Ohren. Achten Sie also darauf, dass wirklich jede freie Hautpartie mit Sonnencreme eingerieben ist. In den heißen Monaten sollten Sie zwischen 11 und 15 Uhr im Haus oder im Schatten bleiben. Zu dieser Zeit ist die UV-Bestrahlung besonders hoch und damit verbunden natürlich auch das Risiko für einen Sonnenbrand.

Der Sonnenbrand

Von der medizinischen Bezeichnung des Sonnenbrandes, Dermatitis Solaris, lässt sich ableiten, worum es sich wirklich handelt. Eine Entzündung der Haut, hervorgerufen durch die Sonne; um genau zu sein von dem ultravioletten Strahlungsanteil des Sonnenlichts «UVB-Strahlung».

Die Haut zeigt die typischen Anzeichen einer Entzündung: sie ist gerötet, heiss, geschwollen und schmerzt. Bei noch stärkerer Bestrahlung, kann es sogar bis zu einer Verbrennung zweiten Grades mit Blasenbildung kommen. Öffnen Sie die Blasen niemals selbst, da es sonst zu Infektionen kommen kann.

Die Symptome beginnen unterschiedlich, meistens vier bis acht Stunden nach dem Sonnenbad. Während des Sonnenbades verspüren viele lediglich eine leichte Spannung der Haut. Der Höhepunkt der Beschwerden wird nach 12 bis 36 Stunden erreicht. Zu den bereits beschriebenen Symptomen kann gelegentlich auch Fieber hinzukommen. Manchmal kommt es auch zu einem Kreislaufzusammenbruch, umgangssprachlich auch Sonnenstich genannt.

 Was tun gegen Sonnenbrand?

 Raus aus der Sonne

Die oberste Regel lautet: Nicht weiter sonnen!

 Schnell reagieren

Meistens macht sich das Ausmaß eines Sonnenbrands erst nach ein paar Stunden bemerkbar. Man sollte jedoch nicht erst abwarten, ob die Rötung richtig schlimm wird. Schon beim kleinsten Anzeichen sollte man die Haut unterstützen. Ärzte empfehlen, beim Entdecken eines Sonnenbrands 1000 Milligramm Acetylsalicylsäure einzunehmen.

 Kühlen, kühlen, kühlen …

Auch kalte Umschläge helfen, den Schmerz zu lindern und die Entzündung zu hemmen. Dazu kann man entweder ein Leinen- oder Baumwolltuch nehmen, das man in kaltes Wasser getränkt hat.

 After-Sun-Produkte

Um die verbrannte Haut zu kuriere, greifen viele instinktiv zur Bodylotion und tragen diese möglichst dick auf, was auch sehr hilfreich ist.

 Wasser trinken!

Wer einen Sonnenbrand hat, sollte viel trinken. Das kurbelt nicht nur den Regenerationsprozess der Haut an,  zusätzlich können Sie so den Flüssigkeitsverlust wieder wettmachen und Ihren Kreislauf ankurbeln.

Fazit

Es ist sehr wichtig, dass man sich mit diesem Thema auch wenn es banal erscheint gut auseinandersetzt, denn man riskiert nicht nur Kurzfolgen, sondern auch längerfristige Hautschäden.

Die Erbsubstanz der Haut hat ein Gedächtnis, je mehr Sonnenbrände sich ansammeln, desto mehr steigt das Risiko, dass sich später im Lauf des Lebens ein Hautkrebs entwickelt. Wiederholte Sonnenbrände in den ersten 20 Lebensjahren erhöhen das Hautkrebsrisiko erheblich.

Mit der Beachtung dieser Fakten und Tipps steht einem schmerzfreien Sommer nichts mehr im Wege.

 Quellen

http://www.welt.de/print/die_welt/wissen/article128975776/Auf-Sonnenbrand-folgt-schwarzer-Hautkrebs.html

http://www.sonnenbrand-tipps.de/vorbeugen/sonnenbrand-vorbeugen.html

http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Sonnenbrand

alisha.poch@gmx.ch'

Alisha

Bekleidungsgestalterin GBM 2014

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4 Gedanken zu „Sonnenbrand!“

  1. Ich nutze bei einem Sonnenbrand meistens Niveacreme, die ich zuvor einige Zeit in den Kühlschrank stelle.

    1. Hallo Valkyrja

      Bei einer leichten Rötung ist dies sicherlich eine gute Idee, denn du kühlst die Haut und spendest ihr Feuchtigkeit. Aber ich würde sobald es sich um eine stärkere Rötung handelt, zu einer After-Sun-Creme oder zu einer Creme aus der Apotheke «wo du dich auch fachmännisch beraten lassen kannst» greifen.

  2. Hallo Alisha

    Ich gehöre auch zu denen, die die Sonne manchmal unterschätzen. Deshalb hatte ich auch schon mehr als einen Sonnenbrand.

    Laut des Testes bin ich der Hauttyp-Gruppe 2 untergeordnet. Die LSFs-Empfehlung halte ich immer ein, ich benutze LSFs 30. Aber mit nur 10-20 Minuten Sonnenbaden komme ich im Sommer einfach nicht aus. Ich verbrenne mich meistens im Nacken und im Gesicht, bei sportlichen Aktivitäten wie zum Beispiel Volleyball spielen aber auch beim gemütlichen Picknicken und Grillieren.
    Zudem habe ich das Gefühl, wie auch beschrieben, dass meine Haut erst nach einem Sonnenbrand schön braun wird.

    Interessant, ich wusste nicht dass unsere Haut so gross und schwer ist.
    Ist denn eigentlich der Hauttyp von Geburt an festgelegt und nicht veränderbar?

    Liebe Grüsse
    Nadine

    1. Liebe Nadine

      Da ich eben auch öfters einmal die Intensität der Sonne unterschätze weiss ich wie wichtig ist, wenn es dennoch zu einen Sonnenbrand gekommen ist diesen richtig zu behandeln.
      Ich rate dir, wenn dir schon bekannt ist, dass dein Nacken und dein Gesicht sehr anfällig auf Sonnenbrand sind, an diesen Stellen einen Höheren LSF als 30 zu benutzen und diese Zonen möglichst gut mit Kleidung «Hut usw.» abzudecken. Wenn dir dies nicht möglich ist, dann sicherlich mehrmals am Tag nach cremen. Deine Haut wird es dir danken. 😀
      Ich habe bereits von mehren Personen gehört die denken, dass ihre Haut nach einem leichten Sonnenbrand «keine Ablösung der Haut» schön braun wird. Dies kann optisch sehr gut möglich sein, aber die obere Zellschicht der Haut ist zerstört. Bei mehren solchen Schäden, steigt das Hautkrebsrisiko.
      Auf deine Frage ob der Hauttyp von Geburt an festgelegt und nicht veränderbar ist, habe ich versucht mich schlau zu machen, bin aber auf keine brauchbaren Fakten gestossen.Ein Hautarzt deine Vertrauens wird dir sicherlich gerne diese Frage fachmännisch beantworten.

      Liebe Grüsse

      Alisha

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