Süße Träume

Wir sind alle auf ihn angewiesen und doch neigen wir in gewissen Situationen dazu ihn zu vernachlässigen. Der Schlaf ist der körperliche Ruhezustand des Menschen, doch wie viel Ruhe braucht der Mensch wirklich?

Endlich Zuhause! Unglaublich anstrengend so ein Schultag/Arbeitstag. Jetzt nur kurz hinlegen bevor es ins Training geht. Schön wär’s! Die Hausarbeiten und Schulaufgaben warten schon auf dich. Schon wieder keinen Schlaf. Für was auch, schlafen kann man wenn man tot ist.  Wohl eher nicht!

Die Funktion des Schlafs ist bis heute noch nicht genau aufgeklärt. Sicher ist, dass der Schlaf überlebenswichtig für den menschlichen Organismus ist.  Physiologisch ist der Schlaf von grosser Bedeutung für unsere Körperregeneration. Während des Schlafs wird die Muskulatur drastisch entspannt. Dadurch lebt der Schlafende seine im Traum erlebten motorischen Handlungen nicht aus. Dabei träumt der Mensch um seine geschehenen Ereignisse zu verarbeiten. Der psychologische Aspekt des Schlafs ist durchaus komplexer als der Physische. In der Wissenschaft wird der Schlaf in zwei Teilgruppen unterteilt. Der REM-Schlaf und der NREM-Schlaf. Der (Rapid Eye Movement)- Schlaf tritt eher im frühen und im späten Stadium des Schlafes ein. In diesem Zeitraum nimmt der Mensch am meisten Traumerlebnisse auf. Der (Non Rapid Eye Movement)- Schlaf dagegen wird auch als Tiefschlafphase bezeichnet. In dieser Phase wird die höchste Hirnaktivität und der höchste Anstieg des Blutdrucks gemessen. Warum das so ist kann bis heute noch nicht wissenschaftlich widerlegt werden.

Der Indikator unserer Müdigkeit ist das Hormon Serotonin. Unter Einfluss dieses Hormons fühlt sich unser Körper erschöpft. In diesem Fall gibt der Körper dem Gehirn zu verstehen, dass er sich ausruhen sollte. Jedoch kommt es immer häufiger vor, dass viele berufstätige Menschen unter Schlafentzug leiden. Die Folge des Entzuges sind vermehrte Sekundenschläfe. Durch das Hormon Serotonin wird der Mensch nicht nur schläfrig, sondern die Muskulatur verliert auch an Spannung, was beispielsweise beim Schlafen im Sitzen sehr gut mitverfolgt werden kann. Häufig kommt es während dem Einschlafen zu speziellen Zuckungen. Doch was nun, wenn man auf den Schlaf willentlich oder unwillentlich verzichten muss?

Nicht genügender Schlaf führt zu erheblicher Müdigkeit. Verminderte Konzentrationsfähigkeit, Beeinträchtigung der Wahrnehmung oder sogar Halluzinationen sind zur Folge. Dieses Stadium erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Depression, da ein Gefühl von Antriebslosigkeit entstehen kann. Im Regelfall lässt sich Schlafmangel durch genügend langes Schlafen ausgleichen. Der momentan längste Schlafentzug der Welt wurde 2007 von einem Briten namens Tony Wright vollzogen. Er wollte damit beweisen, dass ein Mensch in der Lage ist, mit der richtigen Ernährung auch ohne Schlaf Leistung zu bringen. Er blieb 266 Stunden ohne Schlaf. Bei Versuchen an Tieren stellte man fest, dass Lebewesen nach spätestens 7 Tagen ohne Schlaf nicht überleben können.

Wie viel Schlaf braucht ein Mensch?

Nun es ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich wie viel Schlaf der Körper braucht, um seine Höchstleistungen abzurufen. Üblicherweise gilt für den Schlafzyklus des Menschen folgendes:

  •  Neugeborene (bis zu 18h)
  • bis 3 Jährige (12-15h)
  • 3 bis 5 Jährige (11-13h)
  • 9 bis 12 Jährige (9-11h)
  • Jugendliche (9-10h)
  • Erwachsene (6-8h) normalverteilt

Es ist schwer zu sagen wie viel Schlaf man wirklich braucht. Fakt ist, dass wir ihn brauchen. Wie regelmässig und wie viel wir ihn brauchen ist jedem selber überlassen. In diesem Sinne eine gute Nacht und süße Träume