Tae Bo

Seit Mai 2013 praktiziere ich Tae Bo bei «Lifetraining by Fabio» in Bellach. Aber was ist das? Fragen sich viele. Ich erkläre es den Mitmenschen immer ganz einfach. Es ist eine Mischung aus Fitness und Kampfsport. Also wem Aerobic zu altmodisch und Boxen zu gefährlich ist, sollte es einfach mal mit Tae Bo probieren. Bei diesem seit den 90er Jahren aus Amerika bekannten Ausdauertraining werden Elemente aus Boxen, Kickboxen und Aerobic verbunden. Man verbessert dabei seine Ausdauer, kräftigt die Muskeln und schult die Koordination. Laut Urheber Billy Blanks – ein siebenfacher Karate-Weltmeister – verbrennt der Körper bis zu 800 Kalorien pro Trainingseinheit. Das tönt doch vielversprechend.

 Tae Bo
Tae Bo

 

  • Total commitment to whatever you do (= Volles Engagement für das, was du tust)
  • Awareness of yourself and the world (= Bewusstsein deiner selbst und deiner Umwelt)
  • Excellence, the truest goal in anything you do (= Perfektion, das wirkliche Ziel in all deinem Tun)
  • The Body as a force for total change (= der Körper als die Macht für totale Veränderung)
  • Obedience to your will and your true desire for change(= Gehorsam deinem Willen gegenüber und deinem wirklichen Verlangen für Veränderung)
Tae Bo: Kombination aus Aerobic und Kampfsport

Tae Bo-Kurse werden meist in Fitness-Studios angeboten – oft auch unter Namensvariationen wie Tai Bo, Thaibo, Thairobic oder Taekbo, manchmal Fitbo oder Boxaerobic. Alle kombinieren Grundelemente der Aerobic mit Kampfsporttechniken aus Karate und Taekwondo wie Kicks und Punches, also Fußtritten und Boxhieben – allerdings ohne Körperkontakt. Aerobic bedeutet „Leistung erbringen mit Sauerstoff“, ist also ein Bewegungstraining, bei dem die körperliche Fähigkeit zur Sauerstoffaufnahme gesteigert werden soll. Tae Bo beansprucht so gut wie alle Muskeln und man gerät ganz schön ins Schwitzen, wenn man eine 60-minütige Trainingseinheiten durchhalten will.

Punches und Kicks: so funktioniert Tae Bo

Beim Tae Bo gibt es viele verschiedene Schritte und Armbewegungen, die erst einmal erlernt werden müssen. Wichtig ist deswegen als Anfänger an einer Einführung in die Sportart teilzunehmen. Typische Techniken beim Tae Bo sind:

– Punches (Faustschläge): Die Beine sind hierbei gebeugt, die Arme angewinkelt und die Ellbogen nahe am Körper. Man nimmt die Fäuste vors Gesicht, wobei die Daumen zum Kinn zeigen. Es gibt Seitwärts- und Aufwärtshaken.

Punches
Punches

 

– Kicks (Fußtritte): Hierbei gibt es Knie-Kicks, Vorwärts-, Rückwärts-, Seitwärts- und Halbkreis-Kicks, jeweils kombiniert mit Schrittfolgen und Ausweichbewegungen.

Kicks
Kicks

 

Tae Bo ist grundsätzlich für jeden geeignet, eine gewisse Grundausdauer sollte jedoch vorhanden sein. Beim Tae Bo werden Muskeln und Gelenke stark beansprucht. Dies kann aufgrund der häufigen Wiederholungen bei Untrainierten schnell zu Überlastungen führen. Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen sollten Tae Bo nicht ausüben, da die Belastung dabei zu hoch ist. Auch ältere Personen dürften mit dem Tempo und den hohen Anforderungen an Beweglichkeit und Koordination Probleme haben. Allerdings werden mittlerweile verstärkt Tae Bo-Kurse für diese Altersgruppe angeboten.

Vorteile der Tae Bo-Übungen

Gegenüber echten asiatischen Kampfsportarten hat Tae Bo einige Vorteile: So werden Ellbogen und Kniegelenke weit weniger belastet, das Verletzungsrisiko ist bei präziser Ausführung der Punches, Kicks und Jabs enorm gering. Tae Bo stärkt die Muskeln, macht locker und geschmeidig und fördert dabei die Konzentration, denn man braucht seine volle Aufmerksamkeit, um die Übungen korrekt ausführen zu können. Gleichzeitig baut man außerdem Stress und Aggressionen ab. Die körperliche Gewandtheit und Eleganz der asiatischen Kampfsportarten fließen nach einiger Übung automatisch mit ein. Alles in allem handelt es sich bei Tae Bo um ein sehr dynamisches Workout. Tempo und Rhythmus sind zwar schweißtreibend, machen aber auch Spaß. Wichtig ist, dass beim Training eine entsprechende Aufwärmphase durchgeführt wird. Im Warm-up werden die Muskeln mit Stretching, leichten Schlagvarianten und Standmärschen vorbereitet.

Tae Bo
Tae Bo

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit meiner Kollegin aus Primarschulzeiten gehe ich jeweils dienstags und freitags ins Tae Bo. Jedes Mal muss ich darauf achten, dass ich mind. 2 Stunden vor dem Training nichts Schweres zu mir nehme. Warum? Weil man mit Essen im Magen fast keinen Sport treiben kann. Jedoch ist mir das einige Male passiert. Das Resultat: ich mache schnell schlapp und übergebe mich fast. Ich muss dann viel Wasser trinken und dabei feststellen, dass das nicht viel bringt. Dann sitze ich meistens draussen auf dem Bänkli und lasse einige Übungen aus. Doch eigentlich ist das nicht mein Ziel. Mein Ziel ist es richtig mitzumachen und Ende der Stunde das Glücksgefühl verspüren, dass ich etwas für mich und meine Gesundheit getan habe. Bis zur IDPA Zeit hat das ganz gut geklappt. Nun wird es ein bisschen schwierig wieder reinzukommen, wenn man eine gewisse Zeit nicht viel gemacht hat. Jedoch ist es nicht so schwerwiegend wie nach den Ferien. Denn dann fühlt man sich wie ein Anfänger, der noch nicht viel Ausdauer hat.

 

Quellen:

Titelbild: https://www.google.ch/search?q=tae+bo&biw=1680&bih=892&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=q3AhVa7BCouQsgGv-4KYDg&ved=0CAYQ_AUoAQ#imgdii=_&imgrc=_l-XPiWby4SGfM%253A%3B1wwb5CShIKrJ4M%3Bhttp%253A%252F%252Fs.holmesplace.com%252Ffiles%252Fe%252F2%252Fe2fde8_banner_tae_bo.jpg_960x360_fc_.jpg%3Bhttp%253A%252F%252Fholmesplace.at%252Fde%252Fservice%252Fstudio-s20.html%3B960%3B360
Alte Frau: https://www.pinterest.com/pin/337347828307591759/
Punches: http://yourlife7.blogspot.ch/2012/06/tae-bo-for-home-work-outs.html
Kicks: http://www.livestrong.com/article/307880-how-many-calories-are-burned-doing-tae-bo/
Video: https://www.youtube.com/watch?v=EXCLKLsLH44
Comic: http://www.freiburg-comic.de/sport2/taebo.htm

 

Liridona Abdulai

Hallo du da... - Hochbauzeichnerin - karrieretechnisch noch nicht viel vor Augen - deshalb die gestalterische Berufsmaturität..

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2 Gedanken zu „Tae Bo“

  1. Hallo Liridona

    Du hast Recht, das tönt wirklich vielversprechend!

    Ich bin momentan auf der suche nach einer Sportart, durch die ich meine Verteidigungsfähigkeiten verbessern kann. Als Frau finde ich es sehr wichtig, dass man einige Geheimtricks und Schläge zur Verteidigung gegen Gestalten in dunklen Gassen im Petto hat.

    Du schreibst, dass man dadurch auch locker und geschmeidig wird. Hat es dir denn geholfen beweglicher zu werden? Das ist für mich ein wichtiges Auswahlkriterium, welches eine Sportart auf jeden Fall beinhalten sollte.

    Vielen Dank für die Vorstellung dieser Sportart.

    Liebe Grüsse
    Nadine

    1. Hallo Nadine
      Danke für deinen Kommentar.
      Leider muss ich dich korrigieren. Zwar sind Grundelemente von Kampfsport drin jedoch kann man nicht sagen, dass diese Sportart die Verteidigungsfähigkeiten verbessert. Dafür würde ich mir etwas anderes aussuchen. Es hat mich sowohl beweglicher gemacht als auch mir den Willen gestärkt immer die Treppe anstatt den Lift zu nehmen. Und ich finde das ist doch mal ein Anfang.

      Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Suche nach dem, was du suchst.

      Gruss Liridona

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