The Gender Thing

Ein Einkauf mit Mama war für mich immer eine äußerst langweilige Angelegenheit. Da ein Salat, hier ein Brot, nichts das meine Aufmerksamkeit auf sich zog, bis der Moment kam, mein Moment, die Kasse. Nun welche Schätze könnte eine solche Supermarkt Kasse beherbergen, dass es das Herz eines sieben jährigen Mädchens höher schlagen lässt. Nichts geringeres als ein Kinder Überraschungsei. Es erforderte Geschick und höchste Überzeugungskraft, um an das Objekt meiner Begierde zu gelangen, doch wenn ich es hatte, hieß das Schokolade, Spiel und Spaß für die nächsten 2 Tage. Die absoluten Hauptgewinne waren natürlich ein aufziehbares Auto, Superheldenfiguren oder Puzzles.

Ein Happy Meal für Mädchen bitte

Doch heute ist vieles anders, der Markt personalifiziert und angepasst. Mädchen wollen keine Autos, Helikopter, oder Action Figuren. Genau wie Jungs keine Prinzessinnen, Hexen oder Kätzchen wollen.
Nun stellt sich die frage ist das denn wirklich so?
Braucht es Mädchen und Jungs Happy Meals, Blaue und Rosa Schnuller?
Inwiefern möchten das die Kinder, oder sind es etwa mehr die Eltern selbst, die von klein auf die Kinder in ihre Geschlechtsrollen drücken.


maxresdefault
Neu in rosa für die Mädchen

 

Vorbilder und andere Hürden

Fakt ist, in der heutigen Gesellschaft werden die Geschlechter klar unterschieden, ob im Film, Fernsehen, Magazin oder Spielzeug. Mädchen sind schön, naiv, hilfsbedürftig, immer verliebt und nach Geschlecht bekleidet. Jungs sind sportlich, neugierig, mutig und cool.
Diese Bilder werden von alt bis jung verbreitet und impliziert. Da kommen wir wieder zur Frage mit den Eltern, spielt das dem einen kleinen Mädchen eine Rolle, ob sein Zimmer rosa ist und ob es mit Puppen oder Lego spielt? Ich glaube nicht. Auch die Erwachsenen sind nicht mehr, als von dem heutigen Treiben beeinflusst.
„Ich kauf doch meinem Jungen keine Puppe!“ Habe sie denn alle Angst, das ihr Sohn im Erwachsenenalter ein guter Vater wird.

Was sind das eigentlich für Erwartungen?
Labbe, ein Elternforum nimmt Stellung und versucht auch den Eltern damit zu erklären, dass die Geschlechterverteilung nicht nur unangebracht, sondern auch schädlich für die Entwicklung ihrer Kinder sein kann.
Den heutigen Gesellschaftsrollen zu entsprechen kann zu Diskriminierung auf dem Schulhof führen und verursacht psychischen Druck. Druck der mit dem Alter zunimmt.
So ist es heutzutage Normalität, dass selbst schon 10 jährige Mädchen sich um ihr Aussehen sorgen, mit zwölf an Bulemie erkranken und Jungs das Gefühl haben, für echte Männer wäre das wichtigste Autos, Boote und junge Frauen.
Es wäre an den Eltern, den Kindern von klein auf beizubringen, dass diese Ideale nicht wichtig und nicht realistisch sind.


depression01
Druck und Diskriminierung

Meiner Meinung nach, wäre es doch endlich an der Zeit, unsere altgewohnten Rollen und Klischees abzulegen, uns auf wichtigeres zu konzentrieren als Mädchen oder Jungs, Frau oder Mann, Rosa oder Blau. Nicht nur für diese, sondern auch für die zukünftigen Generationen.

Adelia

Gelehrnte Schneiderin- Leidenschaftlicher Laie- Teilzeit Sofaphilosoph.

More Posts

2 Gedanken zu „The Gender Thing“

  1. Du hast dieses Thema auf den Punkt gebracht. Von meinen Kindern her weiss ich, dass es sie bis zu einem gewissen Alter nicht interessiert, welches Geschlecht sie haben. Mein Sohn spielt ebenso gerne mit Puppen wie mit Autos. Bei meiner Tochter lässt sich jedoch die Beeinflussung durch die Umgebung gut erkennen. Sie ist ein „typisches“ Mädchen.

    1. Liebe Valkyrja

      Ja um ehrlich zu sein haben auch die vielen Gespräche mit dir mich zu diesem Thema inspiriert. Du als zweifache Mutter bist wohl am nächsten von uns an diesem Thema dran und kannst die Beeinflussung auf deine Kinder spüren.
      Wenigstens haben sie das Glück eine sehr aufgeschlossene Mutter zu haben, die sie nicht noch mehr in Geschlechterrollen zwängt. 🙂

Kommentare sind geschlossen.