Der freie Platz

Früh am Morgen in Olten. Die motivierten Mitstreiter der GBM2 sitzen bereits froh und heiter an ihren noch kühlen Plätzen. Alles könnte perfekt sein, würde nicht ein kleines aber wichtiges Detail die Harmonie stören. Es klingelt, die Stunde beginnt, doch ein Platz bleibt leer.

Minute für Minute vergeht, die Situation bleibt angespannt. Bereits nach der ersten Unterrichtsstunde sind die Gemüter unserer kreativen Heldenschaft zermürbt, denn sie sind nicht komplett. Tobias fehlt. Ein weiteres mal ist er zu spät.

Die fehlende Präsenz eines wichtigen Gemeinschaftsmitgliedes brennt sich wie brennendes Pech durch den Klassenzusammenhalt. Alles bröckelt, finstere Blicke schiessen durch den Raum und üble Wörter werden gewechselt.

Der goldene Reiter

Der Erlösungsstoss! Mit einem Knall öffnet sich die Tür, worauf ein grellendes Licht die Räumlichkeiten überflutet und sich in die Augen der Betrachter brennt. Heiliger Rauch schiesst explosionsartig empor und kündet das Erscheinen einer machterfüllten Kreatur an.

Als sich der Nebel der Göttlichkeit legt, kann man eine statliche Gestalt erkennen. Ihr blonde Haar weht wie goldenes Garn im Winde der Hoffnung. Lautes Jubeln bricht aus. Es ist wahrlich ein Wunder. Tobias, Sohn von Zeus und Odin, Befreier der Armen und Erfinder des Regenschirms den man auch bei starkem Wind benutzen kann.

Als Sebastian vor lauter Überwältigung eine funkelnde Träne über die eisernen Wangen trieft, versinkt die Melancholie der Gemeinschaft in Heiterkeit. Davon geweht ist sie, die schwere Trauer! Es fliegen Bücher und Malstifte durch das Zimmer und durch die Wolken des Tumults kann man schemenhaft das sanfte Lächeln von Tobias, dem Erlöser erkennen.

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Tobias Ryser vor der wissenschaftlichen Untersuchung – hier noch fähig zu lachen.

Wissenschaftliche Analyse

Führende Wissenschaftler haben sich bereits mit der These um die Ryserrsche Zeitverschiebungstheorie beschäftigt. Aktuell sind keine zufriedenstellende Resultate bekannt, Spezialisten sind sich allerdings sicher, dass es sich dabei um ein neues physikalisches Gesetz handeln muss.

Im Forschungszenter Cern werden bereits Versuche an Menschen durchgeführt, bei denen Humanoide mit synthetischen Punk-Genen infiziert werden. Ausser erhöhtem Bierbedarf und schnellerem Wachsen der Fingernägel wurden allerdings keine merkbaren Veränderungen festgestellt.