Two cracks in the waves

Extrem durchgeknallt und ausserordentlich talentiert-Alessandro  und Arno . Zwei junge Kajakfahrer welche das beinahe unmögliche Vollbracht haben.

Es war im Sommer 2013 als Arno und Alessandro die waghalsige Entscheidung getroffen haben, nach Österreich zu fahren. Dies machten sie mit dem Ziel, die Wellerbrücke bei 280 Kubik zu befahren. Die Wellerbrücke ist einer der schwierigsten Flussabschnitte in Europa und befindet sich auf der Ötz im Ötztal.

Jetzt sagt das, so wie ich vermute niemandem sehr viel. Deshalb ein kurzer Vergleich. Jedes Jahr findet auf der Ötz die Weltmeisterschaft im Wildwasser-extrem-Kajakfahren statt. Dann kommen die besten Paddler von der Ganzen Welt nach Österreich und befahren die Wellerbrücke bei 80 Kubik. Hier ein kleiner Einblick wie das an der Weltmeisterschaft aussieht: https://www.youtube.com/watch?v=vyYz3kvnhoQ

Also wie man sieht, hatte es am Wochenende als Arno und Alessandro dort waren, mehr als drei mal so viel Wasser. Und an der Weltmeisterschaft sieht es schon ziemlich wuchtig und gefährlich aus.

An der Ötz angekommen, haben sie sich die Wellerbrücke vom Ufer aus angeschaut, die bestmöglich befahrbare Linie im Gedächtnis gespeichert und schlussendlich alles Material bereitgelegt um den Kampf durch das Wuchtwasser in Angriff zu nehmen.

Lauter aggressive Walzen, gierige Löcher und saugende Wirbel warteten zwischen massiven Steinbrocken auf die beiden. Sie waren bereit das Unmögliche zu tun.  Adrenalin verteilte sich im ganzen Körper als sie im Boot sassen. Im Wasser sah alles anders aus und sich zu orientieren war sehr schwer, wie die beiden im Nachhinein berichteten.

Arno paddelten als Erster los. Alle Kraft und Konzentration wurde verwendet, um das Wuchtwasser zu durchdringen. Er legte einen souveränen Start hin. Doch was Anschliessend kam ist kaum zu glauben. Arno fuhr direkt in ein Loch welches ihn immer wieder zurückzog und sein Paddel brach. Er kämpfte, stützte, rollte und rang um Luft. Bis er einfach keine Kraft für eine weitere Eskimorolle aufbringen konnte und gezwungen war aus dem Boot zu steigen.

Arno verschwand unter den Wassermassen. Krampfhaft versuchte er sein Boot zu halten und an Land zu schwimmen. Doch so einfach war es nicht, das Wasser hatte zu viel Kraft und so trieb  er noch weit nach unten, wurde gegen viele Steine geschlagen und Unterwasser gedrückt. Zur selben Zeit rannte Alessandro dem Ufer entlang um ihm zu helfen. Nach langem Kämpfen schaffte er es endlich ans Ufer und mit Hilfe von Alessandro gelange es den beiden das Boot hinaus zu ziehen.

Nach einer langen Verschnaufpause sassen die Beiden wieder in ihren Booten, bereit die Challenge noch einmal in Angriff zu nehmen nach dem Motto: Second run, double fun!

Nein, sie haben einmal mehr nichts daraus gelernt.

Fazit: Das geschieht wenn das Verlangen nach Adrenalin grösser ist, als der Verstand. Die Grenzen werden erweitert.

Arno 1