Unbeachteter Schatz

Der Boden – Die unbeachtete Ressource

Der Boden, die am wenigsten gewürdigte natürliche Ressource bildet eine Grundlage zur Ermöglichung jeglicher Lebensform und Zivilisation. Doch mit unserer heutigen Lebensweise, gefährden wir immer mehr unsere Existenz.

 Forscher fanden heraus, dass wenn die Menschen der Ausbeutung des Bodens nicht Einhalt gebieten, bis 2050 rund 700 Millionen Menschen zum Verlassen ihrer Heimat gezwungen sind, weil die ausgelaugten Böden nichts mehr hergeben.

Bei uns in der Schweiz ist dies nicht überall festzustellen. Es gibt keine grossflächigen Verluste an unnutzbarem Boden. Die Entwicklung bei uns ist viel heimtückischer und verläuft im Verborgenen. Man muss davon ausgehen, dass durch die Bedrohung des Bodens, welche durch Überbauung, Landwirtschaft und Schadstoffeinflüssen entsteht, der Umgang mit der nicht erneuerbaren Ressource nicht nachhaltig ist. Das Problem liegt auf der Hand, die Bodenressource wird zu wenig geschützt.

Die Goldene Schicht

Die eigentlich wertvolle Schicht, die durch unser Verhalten die Funktionalität drosselt, ist die Humusschicht. Die aus abgestorbenen pflanzlichen und tierischen Teilen bestehen, sie ist eine nicht erneuerbare Ressource und beeinflusst die Qualität des Bodens.

Mittels einer Studie, wurde bewiesen, dass Ackerbauböden meist einen tieferen Humusgehalt haben als Wieden. Die nicht nachhaltige Landwirtschaft, laugt unsere Böden aus und haben zur Folge, dass die Böden anfälliger auf Erosionen sind, der Bodenwasser- und Nährstoffhaushalt beeinträchtigt wird und allgemein die biologische Aktivität abnimmt.

Die Erde kriegt keine Luft

Die heutige Wohnkultur beschäftigt sich ausgiebig mit der Ausgestaltung des grosszügigen Wohnraums. Jeder Schweizer belegt durchschnittlich 40m2. Die Einwohnerzahl steigt und jeder hat den Anspruch auf immer mehr Wohnraum. Die Raumknappheit und Gestaltung des Siedlungsraumes ist ein zentrales Thema in der Schweiz.

Sowohl haben nicht nur der Bau von Wohnungsraum, sondern auch allgemein alle Gebäude und Strassen, Folgen für unseren Boden. Der Bau von neuem Wohnraum, Industriegebäuden und Verkehrswegen hat zur Folge, dass der Boden dauerhaft mit luftdichten- und wasserdichten Materialien beschichtet ist.

Im Jahr 2009 war ein Zwanzigstel der Schweiz versiegelt. Folglich kann der Boden nicht mehr seinen natürlichen Funktionen nachkommen. Er kann nicht mehr als Lebensraum von Lebewesen dienen, die Stoffe umwandeln und abbauen. Folglich ist er nicht mehr in der Lage einen Gasaustausch mit der Atmosphäre vorzunehmen, auch das Regenwasser kann nicht mehr in den Boden versickern und die Grundwasserreserven werden so nur bedingt wieder aufgefüllt.

Landwirtschaft als schwere Last

Auf die Weise wie wir den Boden bewirtschaften in Form der Landwirtschaft oder der Waldwirtschaft, haben wir einen grossen Einfluss auf die Funktionalität und Qualität des Bodens.


Die schweren Maschinen in der Landwirtschaft oder Beweidung der Flächen mit vielen Tieren haben eine Verdichtung des Bodens zur Folge. Kritisch ist es, wenn der Boden im nassen bzw. instabilen Zustand bearbeitet wird. Die Poren des Bodens, welche mit Wasser oder Luft gefüllt sind, werden zusammengedrückt. Das Regenwasser kann nicht mehr ganz versickern und es bilden sich Wasseransammlungen, so ist die Bodenfruchtbarkeit beeinträchtigt.

Vergiftung des Bodens

Ein weiterer Bereich des Problems der Bodendegradation ist der Schadstoffgehalt im Boden.

Dieser wird unterschiedlich herbeigeführt. Einerseits durch den Abfall den wir tagtäglich produzieren, chemische Pflanzenschutzmittel und in der Landwirtschaft wie auch Schadstoffe aus der Industrie, zerstören den Boden. Durch den zu hohen Anteil an Schadstoffen im Boden ist die optimale Produktionfähigkeit des Bodens nicht mehr gewährleistet. Die Pflanzen bringen weniger Ertrag und  wachsen langsamer oder sind nicht mehr im Stande sich zu entfalten.

Der heutige Boden ist der Menschheit ausgelieftert und muss vielem standhalten. Doch dies ist nicht unendlich möglich, denn daraus entstehen mindere Qualitäten des Bodens und die Funktionen sind beeinträchtigt. Bis der Boden zu seiner Normalität zurückkehrt, dauert es bis zu 500 Jahren. Doch wenn der Boden weniger hergibt sind wir darauf gepocht, immer noch mehr herauszuholen und bearbeiten den Boden noch mehr zugrunde. Wir vergiften den Boden mit Schadstoffen, belasten ihn mit der Versiegelung oder dem Verdichten. Doch wie lange kann das noch gut gehen, wenn die nährreiche Humusschicht immer weiter abnimmt?

by Ivan Minichiello & Lukas Schaad

Hier geht es zu unserem Lösungsansätzen

Die Wurzeln (Quellen)

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