Wenn Essen zu Kunst wird

«Mit Essen spielt man nicht!»

Wie oft haben wir diesen Satz als Kind zu Ohren bekommen. Doch was passiert, wenn die Erwachsenen diese Leidenschaft eines jeden Kindes teilen?
Man sagt doch: «Die Augen Essen mit», warum also soll das Essen nicht auch gut aussehen? Solange man danach die verschönerten Lebensmittel noch essen kann, finde ich, darf man auch ein wenig damit spielen.
Gerne möchte ich euch auf den nächsten Seiten einige witzige, kreative, spannende und hilfreiche Tipps und Erfindung rund ums Thema Essen vorstellen.

Da wir jetzt, nach der stressigen Zeit unserer IDPA, alle erschöpft und ausgepowert einen Gang runterschalten, nehme ich mich, in meinem vierten Blog, einem unkomplizierten und völlig banalem Thema an, das Essen. Hat sich doch in diesem Dreivierteljahr Schule herausgestellt, dass unsere Klasse nicht nur gestalterische Fähigkeiten hat, sondern ebenso gern kocht und natürlich isst. Immer wieder hört man im Unterricht möglichst leise Geräusche eines Schmatzens oder Kauens. Ebenso nahmen wir uns über den Mittag die Zeit selber zu kochen. Dies mit unser eigens angeschleppten, zusammengewürfelten und fahrbaren Küche. So entstanden zum Teil wahre Meistergerichte und man roch den «Duft der GBM» noch auf der Strasse. Würde man doch meinen jeder wollte bei uns die Nase kurz reinstrecken. Doch wie wir jetzt wissen, war dem nicht so.

Dessert-Challenge

Jeden Donnerstag fand unsere «Dessert-Challenge» statt. Wobei jeder Mitschüler versuchte die Anderen mit einer eigenen Kreation eines beliebigen Desserts zu übertrumpfen. Die «Hobby-Konditoren» machten sich ans Werk und es entstanden einige zauberhafte Kuchen, Cremes, Pralinen und Torten. Die Idee war, jeder der mitessen will, muss einmal selbst seine Back-Fähigkeiten unter Beweis stellen. Dies fand grossen Anklang, wodurch wir uns, mit Kreationen von der Ostertorte, über den Zauberwald-Kuchen bis zu brasilianischen Schokoladen-Pralinen, Donnerstag für Donnerstag verwöhnen liessen.

Oster-Torte
Zauberwald-Kuchen
Zauberwald-Kuchen

Essen und Kunst 

Jedoch sind wir nicht nur am Essen, sondern eben auch an der Kunst interessiert. Noch besser wenn man diese beiden Themen vereinen kann.
Immer wieder lese ich verschiedenste Beiträge des Blogs Toolito.com. Man findet zu diversen Oberthemen eine Menge spannende Artikel und kann sogar sein französisch anwenden und etwas verbessern.
Unter der Sparte «Bio» findet man ab und zu sehr interessante Erfindungen, Ideen und verblüffende Beispiele zum Thema Essen und Lebensmittel.
Um uns ein wenig zu entspannen und die stressige Zeit hinter uns zulassen, werde ich euch eine Auswahl meiner Favoriten anhand von vielen Bildern erklären und zeigen.

Ostern

Fangen wir mit der Zeit an, in welcher wir gerade Stecken, die Ostern. Alle kennen wir das Osterei, doch wo kommt dieser Brauch eigentlich her?
Das Wort Osterei erscheint erstmals im 14. Jahrhundert als das sogenannte «Zinsei», ein rotes Ei das in der österlichen Speisenweihe gebraucht wurde. Bereits im 15 Jh. wird es zum ersten Mal in der Geschichte erwähnt. Später wurde es zu einer weltweiten, christlichen Tradition, wobei jedoch der tatsächliche Ursprung des heutigen Osterei und Versteckens nicht klar ist.
Seit dem Mittelalter steht das Ei als Symbol zur Auferstehung Jesus. Durch verschiedenste Feste wurde also das Verstecken und Bemalen der Ostereier, gefördert und verbreitet.

Fakt ist, dass es dutzende Möglichkeiten gibt Ostereier anzumalen. Hier sind einige Beispiele, falls ihr noch «Ideen-in-letzter-Minute» benötigt.

Das Moderne

Mithilfe von farbigen Klebebänder, welche man in feine Streifen schneidet, entstehen moderne Ostereier. Diese Idee kann man natürlich beliebig erweitern.

Klebeband-Ei
Klebeband-Ei
Das Ausgeflippte

Eine sehr dekorative Art der Eierkunst, lässt sich durch Seiden-Krawatten erzeugen. Sicherlich haben eure Väter und Grossväter eine Menge alte und unbenutzte Krawatten im Schrank. Wickelt damit also die Eier ein und lässt sie danach in heissem Wasser mit Essig kochen.
Nach dem Erkalten die Krawatten entfernen und schon habt ihr wunderschöne Eier für die Sonntagsfeier.

Krawatten-Eier
Herstellung

 

Das Ausgeblasene

Wenn man die Eier nur als Dekoration benützt, kann man sie natürlich auch ausblasen und danach verzieren. Nimmt man dabei Faden und Nadel zur Hand, entstehen lustig verzierte Eier mit Kreuzstichen und vielem mehr.

gestochen
gestochen

Halloween 

Falls es jetzt für kreative Ostern bereits zu spät ist, wird auch Halloween wiederkommen. Um den amerikanischen Feiertag auch bei uns populärer zu gestalten, lassen sich die Leute jedes Jahr mehr Ideen einfallen. Nicht nur mit kostümierten Geistern auf der Strasse, sondern auch durch Essen kann man den Tag zelebrieren, wie ich letztes Jahr feststellte. So bastelte ich für den «Halloween-Abend» meiner Eltern ein echt grusliges Dessert.
Welches ich euch nicht vorenthalten will.

Grusel-Köpfe
Grusel-Köpfe

Zusätzlich gab es aus der Küche meiner Eltern und ihren Freunden, eine Hackbraten-Spinne mit Bratwurst-Beinen sowie kleine Besen hergestellt aus Salzstangen und «Tête de Moine» Käse.

Sushi

Kommen wir zu einem japanischen Nationalgericht, das Sushi. Bestehend aus etwas säuerlichem Klebereis, in welchen man diverse Zutaten wie zum Beispiel Gemüse und Fisch, mithilfe eines Algenblattes einwickelt. Obwohl es früher als Konservierungsmethode für rohen Fisch gedacht war, kann man es heute auf der ganzen Welt mit Stäbchen und ein wenig Sojasauce als kulturellen Essensausflug geniessen. Sushi bedeutet auf altjapanisch «sauer, säuerlich» und wird in der Geschichte erstmals im Jahre 718 erwähnt. In westlichen Ländern wurde es ab Ende 20igstem Jahrhundert zum Trend.

Als ich das erste Mal selbst Sushi zubereitete, war ich bereits stolz, dass es uns gelang schöne Ringe mit einem dekorativen Inneren zu gestalten.

Eigene Suhsi

Jedoch wurde mir, beim Betrachten des Beitrags über Sushi-Kunst bewusst, dass wir uns, wenn überhaupt, nur mit den ersten Schritten dieses Könnens zufrieden gegeben haben.
Sehen wir doch an den folgenden Beispielen, dass nach dem Erlenen der Grundschritte, der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind.

So sehen wir doch an folgendem Beispiel, dass Sushi nicht nur weihnachtlich sondern auch gruslig aussehen können.

Gehirn-Sushi
Weihnachts-Sushi
Weihnachts-Sushi

Und auch die Kunstfans kommen bei Sushi nicht zu kurz. Hat sich doch sogar das Werk «der Schrei» von Edvard Munch in der Sushi-Kunst verewigt.

der Schrei-Sushi
der Schrei-Sushi

Schneiden und Schälen

Befassen wir uns mit einer etwas anderen Art von Kunst. Das Schneiden und Schälen von Früchten. Manchmal ist auch dies eine Kunst für sich. Nicht immer ist es einfach, die Früchte möglichst einfach von ihrer Haut zu befreien ohne eine grosse Sauerei oder viele Reste zu erzeugen.

Aus eigener Erfahrung kann ich von Granatäpfeln sprechen. Um an die kleinen roten und süssen Kernen im Innern zu kommen, hat man zuerst eine Menge Arbeit. Ebenso bleibt man nicht verschont von dem roten Saft überall, denn ist es doch sehr schwierig die Kerne ohne, dass sie platzen zu entfernen.
Ich hatte das ganze Prozedere leid, bis mir jemand die einfachste Art des Schälens eines Granatapfels zeigte. Wasser ist das Mittel der Zauberei. Schneidet man nämlich den Granatapfel in Stücke und legt sie in eine grosse Schale mit Wasser kann man die Kerne im Wasser ohne, dass sie platzen entfernen. Zusätzlich praktisch ist, dass die Kerne durch ihr Gewicht sinken und die feinen Häutchen an die Oberfläche steigen, wodurch man sie leicht mit einem Sieb abschöpfen kann.
«Gewusst wie…» und man kann sich viel Zeit und Nerven sparen.

Bei den folgenden drei Schäl- und Schneidearten war ich ebenfalls positiv überrascht und werde sie beim nächsten Verzerr dieser Früchte ausprobieren.

Mandarinen schälen
Mandarinen schälen
Tomaten schneiden – leicht gemacht
Tomaten schneiden – leicht gemacht

 

 

 

 

 

 

möglichst Verlust frei
möglichst Verlust frei
Apfel schälen – leicht gemacht
Apfel schälen – leicht gemacht

 

 

 

 

 

Design

Nicht nur in der Anwendung und beim direkten Herstellen von Speisen, sondern auch bei den Küchenutensilien, kann ein wenig Kunst nicht schaden.

So wie wir bei diesen Gegenständen sehen können.

Eiweisstrenner-Nase
Eiweisstrenner-Nase
Messerblock-Krieger
Messerblock-Krieger

 

Pizza-Rad
Pizza-Rad
Teekugel-Astronaut
Teekugel-Astronaut

 

 

 

 

 

Sicher ist, dass sich solche Design-Stücke sehr gut als Geschenk eignen und sie einen Blickfang für die nächsten Besucher garantieren. Manchmal kann man aus den einfachsten Alltagsgegenständen durch spielerische Art und Weise dem Alltag etwas mehr Pep geben.
Zu diesem Thema kommt mir der Laden Pylones aus Frankreich in den Sinn. Da gibt es fast alles was man so braucht in einem einzigartigen und dekorativen Stil. Befindet man sich also in einer der grösseren Städte Frankreichs, lohnt sich einen Besuch auf jeden Fall.

 Banane

 «Alles Banane oder was?»
Zum Schluss widmen wir uns einer einzigen Frucht, der Banane.
Stephan Brusche ist der wahre Bananen-Künstler. So verwandelt er die Frucht vor dem Verzerr zu richtigen Kunstwerken. Bei welchen man sich schon fast überlegen muss, ob diese noch zu verspeisen sind, oder ob man dadurch bereits zu Kunstmord verurteilt werden könnte.

Da kommen dann wohl auch die Helden unserer Kindergartenzeiten nicht an die Schnitzkünste heran. Ist doch so ein Karotten-Krokodil oder Zauberapfel nichts gegen diese Bananen-Künste.

Ob eher etwas lieblich und geeignet für Kinder:

Giraffen-Banane
Giraffen-Banane
Arche-Noah-Banane
Arche-Noah-Banane

 

 

 

 

 

Oder eher böse:

Bösewicht-Banane
Bösewicht-Banane

Ja sogar die Kunst, in diesem Falle in Form von Gustav Klimt’s Werk «der Kuss», ist bei Stephan Busche möglich.

Klimt-Banane
Klimt-Banane

Ich hoffe ihr seit von all diesen Ideen ein wenig inspiriert und falls es euch in den Ferien langweilig wird, wisst ihr jetzt womit ihr euch beschäftigen könnt.

Um alle Erfindungen und Kreationen anzuschauen, müsst ihr euch einfach durch die folgenden Links durchgucken.

Eierkunst
Sushikunst
Schälen und Schneiden
Küchenutensilien
Bananenkunst

 

Carol Schreiber

- Ich lasse mich inspirieren von: der Natur, vielen verschiedenen Farben, Kochen und interessanten Diskussionen mit Freunden und Familie - meine Energie stecke ich in: das Handball, Besuch von Musikkonzerten in kleinem Rahmen und immer wieder in ein Herzhaftes Lachen

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