Würden Sie diese Produkte essen?

Ja, würden Sie? Dies würde bedeuten, dass Sie nicht die Anforderungen des durchschnittlichen Konsumenten & Kunden teilen.

Auf der soeben gesehenen Abbildung sind ausschließlich Produkte zu sehen, welche nicht den Schweizer Normen (Früchte-, Gemüse- & Kartoffelbranche) entsprechen. Dies hat zur Folge, dass diese gar nicht erst im Großhandel angeboten werden.

Auch diese Peperoni entspricht nicht den Schweizer Normen.

Wie sieht die aktuelle Situation in der Schweiz aus?

Rund 225’00 Tonnen Nahrungsmittel, welche durch die Schweizer Landwirtschaft als Nahrungsmittel für den Mensch produziert werden, enden jährlich als Lebensmittelverluste. Dies bedeutet, dass diese Produkte nie im Großhandel angeboten werden.

Die Mehrheit davon wird zugegebenermassen anderweitig verwertet als Dünger, Tierfutter oder zur Verarbeitung zu Biogas. Diese Verbrauchsarten werden jedoch dem Ressourcenverbrauch während der Herstellung nicht gerecht.

Laut einer Studie des Bundesamtes für Umwelt könnten rund 90% der Lebensmittelverluste verhindert werden. Laut dem Bund sind die standardisierten Normen der Hauptgrund für Food-Waste in der Landwirtschaft.

Diese zwei Fotografien zeigen Gemüse, welches zu den Lebensmittelverluste gezählt wird.

Kennen Sie die strengen Normen der Schweiz?

Bevor Gemüse & Obst erst einmal in den Handel gelangen, müssen diese den Schweizer Normen entsprechen. Diese Vorschriften stammen aus den Qualitätsbestimmungen für Schweizer Gemüse.. Wobei gewisse Vorschriften wie sauber, gesund und frei von Beschädigungen völlig nachvollziehbar sind, gibt es aber auch andere, welche man heutzutage in Frage stellen sollte. Beispielsweise darf eine Karotte maximal 24 cm lang sein, der Stiel einer Aubergine darf nicht länger als 3 cm sein und eine Salatgurke darf maximal eine Krümmung von 10 mm auf 10 cm Länge aufweisen.

Dieses Prinzip funktioniert ähnlich wie bei einer Modelagentur. Ist der Bewerber zu dünn, zu dick, zu klein oder zu groß hat dieser keine Chancen in diesem Business.

Wo liegt die Hauptproblematik?

1. Die Form & Größe von Früchten & Gemüse sind in der Schweiz standardisiert.

Dies bedeutet, dass besonders viele junge Kunden gar nichts anderes kennen. Beziehungsweise man sich gewohnt ist, dass alle Verkaufsprodukte in einwandfreiem Zustand vorzufinden sind.

2. Konsumenten & Konsumentinnen haben keinen Bezug mehr zur Landwirtschaft.

In der heutigen Zeit, in der bereits Kleinkinder in Kontakt mit elektronischen Geräten kommen, fehlt oftmals der Bezug zur Natur. Dazu trägt nebst dem gesellschaftlichen Druck auch größenteils die Erziehung der Eltern bei. Jegliches Wissen über das Wachstum oder die Herkunft von Gemüse & Früchten fehlt.

3. Käufer & Käuferinnen kaufen nicht mehr mit dem Bewusstsein ein, für welchen Zweck sie das Gemüse, die Früchte verwenden möchten.

2019 müssen alle jegliches so schnell wie möglich erledigen. Der Mensch steht oft zeitlich unter Druck und erledigt so seine Einkäufe oft möglichst schnell dort, wo er sich gerade befindet. Oftmals wird vor dem Kauf gar nicht überlegt, für welchen Zweck der Einkauf später Verwendung findet. Häufig beachtet der Konsument hauptsächlich das äußerliche Erscheinungsbild eines Produktes und nicht die inneren Werte. So kommt es, dass häufig schönste Ware für den Gebrauch von Suppen, Kartoffelstock oder gekochten Karotten verarbeitet werden.


In den folgenden Fotografien ist die Problematik klar ersichtlich.

Im Vordergrund eine Zitrone aus dem Großhandel und im Hintergrund eine, welche nicht den Schweizer Normen entspricht.
Benötigt der Konsument nur den Zitronensaft, so spielt es schlussendlich keine Rolle, wie die Zitrone äußerlich aussieht.

Auch bei Kartoffeln sollte man sich im Voraus Gedanken machen, für welchen Zweck man diese verwenden möchte.  Denn auch die im Bild rechts Dargestellten Produkte, welche jedoch nicht den Schweizer Norm entsprechen, sind genauso genießbar wie diese, welche links im Bild zu sehen sind. Der erste Eindruck täuscht, denn ohne Schale sind alle Kartoffeln gleichwertig.

Die Peperoni & der Blumenkohl sind laut den Normen zu klein.

Hier geht’s zu unseren Lösungsvorschlägen.


Quellen

http://www.qualiservice.ch

https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/abfall/abfallwegweiser-a-z/biogene-abfaelle/abfallarten/lebensmittelabfaelle.html#-1066303855

https://www.umweltnetz-schweiz.ch/themen/konsum/2558-kein-krummes-ding-ungenormtes-gem%C3%BCse-zum-kaufen.html

https://www.20min.ch/schweiz/news/story/Darum-sind-deine-Rueebli-nie-laenger-als-24-cm-10955765